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Teil 2

Wie dumm ich mich fühle, wie kann es sein, dass mir das nicht vorher aufgefallen ist, was ein Schwächling ich doch bin. Die Liebe, die Freunde, er fragte mich nach allem, nach Eigenschaften, die ich an einem Partner schätze, auf die ich Wert lege. Geistige, kreative Fähigkeiten, sage ich, ein zustimmendes Nicken seinerseits. Und wieder, dieser wissende Blick, der an mir vorbeigeht, einen Punkt hinter mir fokussiert, möglicherweise die Gartenanlange, möglicherweise einen, den man nicht zu Fuß erreichen kann.
Ich sehe ihn in Gedanken wieder vor mir, das Gesicht, dessen Züge, dessen Lebensspuren ihre Geschichten erzählen, diejenigen ergänzen, die er mir mit auf dem Weg gibt.
Und immer wieder während des Gesprächs grüßt er die Menschen, die an uns vorbeigehen, verwundert stellt er fest, dass alle zurückgrüßen. Ja, heute scheint ein besonderer Tag zu sein, denke auch ich mir, der vage Gedanke an das Schicksal kurz aufblitzend.
Ein weiterer Gesprächsfetzen, der in meiner Erinnerung auftaucht. „Wie oft benutzt du das Ding?“, die Verachtung offen in seinem Blick. Ich blicke auf mein Handy, das Ding, hinunter, fühlte mich ertappt, sage, immer noch zu oft, aber weniger als vor einem halben Jahr. Eine Aussage, deren Inhalt das Schweigen gerecht wird. Er löst den Blick nicht davon, angewidert spricht er von den Auswirkungen dieses Dings. Ich gebe ihm betreten recht, blicke auf meine Füße, blicke zur Seite, das Pensum erreicht, der Wille nach Hause zu gehen groß. Lachen, sagte er, Lachen ist wichtig, Wie viel man damit erreichen kann. „Lachen Sie viel mit ihren Eltern?“, fragte er mich. „Wann haben Sie ihren letzten Witz erzählt?“

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Ich habe gerade eine Runde durch den Wald gedreht und jemand sehr Interessantes kennengelernt. Ich weiß, wir befinden uns hier im Internet und Zeit ist knapper als an jedem anderem Ort, aber trotzdem würde ich mich freuen, wenn jemand sich die Mühe macht, den Text zu lesen.

1. Teil
Ich gehe gerade den Weg zum Ententeich lang, mit Jan und Olli auf den Ohren, als mich ein Mann anspricht, älter, der Krückstock an die Bank angelehnt, auf der er sitzt. Ich gehe näher zu ihm hin, frage ihn, was er denn gesagt hätte. Er spricht meine Jacke an, dachte sie wäre ein Verband, weil ich sie so komisch heruntergestülpt hatte. „Nein“, erkläre ich lachend. „Mir war bloß warm“. Wie alt ich denn sei, fragte er. Auf meine Antwort folgte ein überraschter Blick, der wiederum bei mir einen überraschten Blick erzeugte. Was denn sei, fragte ich, die pubertäre Unsicherheit dem aufmerksamen Auge nicht entgangen, vierundzwanzig, sagte er, auf vierundzwanzig habe er mich geschätzt. Schweigen, kein betretenes Schweigen, bloß die Ruhe vor dem Sturm, eher die Ruhe vor dem Wetterumschwung, der Einstieg in die Tiefe. Es geschah ganz natürlich, von der Strömung des Gesprächs mitgenommen quasi, so dass wir am Ende jedem Buchstaben des Wortes Inspiration ein weiteres angehängt hatten. In guter Scribble Manier.
So kamen wir über das „P“ zum Plan, dem Zukunftsplan, die große Frage der Berufswahl stehe bevor. „Ja“, druckste ich herum. Ich sagte allen immer, ich würde eine Ausbildung zur Journalistin anfangen wollen und mittlerweile hatte ich es schon so oft gesagt, dass ich es mir schon selber abkaufte. Also auch dieses Mal, dieselbe Antwort, dieselbe Erwartung, eine komplett andere Reaktion. Wie, eine Ausbildung, das sei doch der völlig falsche Weg, so müsse ich doch, sei es in der Uni oder der Fachhochschule, lernen, Dinge lernen, zu denen nicht jeder einfach Zugriff hätte, besonderes Wissen, dass mich besonders macht. Außerdem lernt man da doch so viele Menschen kennen, hat so viele Möglichkeiten. Die skandinavischen Länder, ja die seien gut, um auch mal im Ausland Erfahrungen von der Uni aus zu sammeln, so auch Kanada, die USA. Verträumt blickten seine kristallblauen Augen an dieser Stelle in die Ferne. Ich fragte ihn nicht nach seinen Erfahrungen, ließ den Moment so stehen, um ihn irgendwann mit meinen eigenen zu füllen. Wie es denn mit dem Sport stehe, fragte er weiter. Hier und da mal Kraftübungen, manchmal gehe ich auch in der Nachbarschaft joggen. Leicht zögernd hakte ich ein, der Zeigefinger gedanklich widerstrebend erhoben, dass ich das aber schon länger nicht mehr getan hätte. Er runzelte die Stirn, wartete eine andächtige Sekunde und begann zu erzählen. Der Sport, das sei der Schlüssel. Der Sport in Zusammenarbeit mit den geistigen Fähigkeiten, das öffne einem alle Türen. Die Seele, der Körper, das Herz, alles sei im Einklang, wenn man die beiden Dinge nur fördere. So haben es an seinem alten Gymnasium doch alle geschafft, an eben dem Gymnasium, an dem der Schulleiter ständig diese Zusammenhänge erklärt habe, an dem Sport eine immens wichtige Bedeutung hatte. Die Dynamik der Bewegung, ging mir durch den Kopf, auf wie vieles diese Dynamik übergreift.

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Diese Prank-Videos auf Youtube nehmen ja irgendwie kein Ende. Wie stehst du zu diesen? Könnten diese Videos irgendwelche negativen Auswirkungen haben oder ist das alles nur Unterhaltung?

Random Fragen von Gichi
Meiner Meinung nach haben Prank-Videos von Anfang an schon negative Auswirkungen gehabt. Man sieht Fremden dabei zu, wie sie einander Schaden zufügen und lacht sich darüber weg, weil ist ja witzig, solange es nicht einen selbst betrifft.
Dann sind die "Pranker", ein hässliches Wort für hässliche Taten, auch nicht besser, weil sie gezielt Personen, die ihnen vertrauen, in den Rücken fallen. Vor allem ist das hierbei für die Opfer ja auch kein Spaß mehr, weil nur der Pranker weiß, dass gerade eine Kamera auf sie gerichtet ist und das für die Betroffenen purer Ernst ist.
Ich denke, dass man bei Pranks differenzieren sollte. Wenn ich die Zahnbürste eines Freundes in die Kloschüssel stecke und dann sage, dass das ein Prank war, war das zwar total unnötig, aber nicht weiter schwerwiegend.
Wenn ich aber eine Beziehung zerstöre und lachend in die Kamera "It's just a prank, bro" schreie, dann ist es vorbei.
Ich bin kein großer Fan von Pranks. Die sind meiner Meinung nach auch irgendwie eh nur noch so ein weiteres Mittel um, gepaart mit Klickbait-titeln und roten Kreisen auf thumbnails, für Aufmerksamkeit auf YouTube zu sorgen.

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Von welchen Dingen hast du dich ungerne trennen müssen?

Vom Wasser in unserer Wohnung. Zumindest für die nächsten paar Stunden.
Denn unser neuer Nachbar, der ja scheinbar ein ganz witziger Kollege ist, hat einfach mal den Haupthahn abgedreht. Und das, nachdem er erstmal den gesamten Hausflur durchflutet hat. Und das wiederum, nachdem er das Ventil seiner Toilette "repariert" hat.
(((Gruß geht an dieser Stelle raus an den selbsternannten Techniker. Ist ja nicht so, als würde man für das Wochenende die Toilette benutzen wollen. Oder kochen wollen. Vom duschen ganz zu schweigen)))
Der Typ weiß auf jeden Fall wie man einen guten ersten Eindruck hinterlässt.

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In der Bücherei sehe ich immer mal wieder zwei ältere Herren sitzen und mit der größten Begeisterung Schach spielen.
Es ist so süß zu sehen, wie sie sich einfach an diesem Spielbrett erfreuen und das Spiel irgendwie leben. Sie sind mit der größten Begeisterung dabei, reißen Witze, die nur die beiden verstehen und sind irgendwie in ihrer eigenen Welt.
Es sind manchmal halt wirklich nur die kleinen Dinge im Leben.

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Was war das letzte Fettnäpfchen, in das du getreten bist?

ialociN
Gestern. Geschichte. Eine ganz gewöhnliche Stunde, die Hausaufgaben waren sogar mal gemacht.
Vor der Stunde gebe ich 'nem Jungen noch meine Notizen, damit der die Hausaufgaben auch hat.
Was passiert dann im Unterricht? Wir sind ungefähr 20 Leute im Kurs und welche zwei Hefte vergleicht der Lehrer? Richtig.
Gut, an sich kein großes Ding. Kann ja mal passieren denk ich mir.
Ein wenig später in der Mittagspause. Ich hole mir erstmal ordentlich was zu essen, komme zurück in die Schule und wer kommt mir entgegen? Mein Nachhilfeschüler. Der, von dem ich dachte er wäre krank. Musste einfach mal 20 min auf mich warten. Okay, shit happens- auch dieses Mal derselbe Gedanke.
Aber das Schicksal kann es ja irgendwie nicht drauf beruhen lassen, nein. Heute spricht mich der Schulleiter auf meinen Nachhilfeschüler an. Was denn los war, der arme Junge wäre den Tränen nahe gewesen. Der Schulleiter, der irgendwie jedes Schaltjahr ein Wort mit mir wechselt, muss natürlich genau das mitbekommen.
Du. Mich. Auch. Karma.

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Welche Sache an dir (Sei es jetzt eine Eigenschaft oder ein körperlicher Aspekt) würdest du gerne ändern, kannst es aber nicht? Warum?

ialociN
Meine Vergesslichkeit. Ich denke bspw. bei Klausuren nicht immer daran, sie abzugeben nachdem ich sie schreibe. Eine Klausur hat es bisher unkorrigiert zu mir nach Hause geschafft. Bei den anderen wurde ich glücklicherweise von Mitschülern darauf hingewiesen, sie doch lieber beim Lehrer abzugeben.
An dieser Stelle wollte ich eigentlich von weiteren Situationen erzählen, in denen ich vergessen habe gewisse Dinge zu tun, aber ich äh habe sie vergessen.

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Snapchat ist manchmal echt ein Paradebeispiel für's "social networking" heutzutage. Man schreibt sich auf Snapchat, redet über belanglose Dinge und gerät dabei manchmal in die Situation, dass man einfach vergisst, worüber man geschrieben hat. Dabei ist in dem Moment gerade eine Antwort fällig und entweder man fragt leicht beschämt worum's hier eigentlich ging oder man versucht es mit Standardantworten wie "Ja haha".
Das ist typisch für's Internet. Wir schreiben um des Schreiben's Willen. Nicht weil uns wirklich interessiert, wie es wem geht, was wer gerade macht, welchen Eistee xy gerade in seine Snapchatstory gepostet hat. Kommunikation passiert heutzutage größtenteils einfach aus Prinzip. Weil man diese eine Person ja mal fragen sollte, wie es dem Hund der Nachbarin des Onkels geht. Nicht, dass es uns interessieren würde.

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Von welcher Serie wünscht du dir noch weitere Staffeln?

l
Twisted!! Gott, ich liebe diese Serie einfach. Das Ding ist bloß, ich habe mir die Serie am Anfang nichtsahnend angeschaut, 760 Minuten puren Genusses und dann kam die 761. Minute. Bzw eben nicht. Weil diese Serie abgesetzt wurde. Mitten in der Handlung. Das ist das schlimmste, was man einem Zuschauer antun kann. Meine Trauer hält bis heute an. Vor allem deswegen, weil das kurz vor dem Staffelfinale war.

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Twitter feiert seinen 10. Geburtstag! Benutzt du Twitter? Auf wie vielen sozialen Netzwerken bist du angemeldet? Erinnerst du dich noch an das erste soziale Netzwerk, auf dem du dich registriert hast?

l
Ja, ich benutze Twitter. Na ja, mehr oder weniger. Ab und zu wird mal was retweetet und an guten Tagen sogar was gepostet.
Also ich glaube ich hatte bisher so gut wie alle sozialen Netzwerke. Mittlerweile sind es "nur" noch Snapchat, Instagram, Twitter, Whatsapp und Kik, falls letzteres dazu gehört.
Das erste Mal, wo ich mich irgendwo registriert habe war Facebook, was ich mir sowas von aus Gruppenzwang erstellt habe und ja, ich wollte damals einen besonders originellen Namen haben und für was entscheide ich mich? Nabi Pees. I mean, seriously? Zuerst dieser Spitzname "Nabi", und dann noch Pees, weil das ja so viel cooler als Peace ist.

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Was denkst du über den Sportunterricht in der Schule? Ist es richtig, Schüler danach zu beurteilen, wie sportlich sie sind? Magst / Mochtest du den Sportunterricht, oder ist / war er der absolute Horror für dich?

Random Fragen von Gichi
Der Sportunterricht ist eigentlich mal 'ne ganz gute Möglichkeit auch die faulen unter uns *hust* dazu zu bringen sich zu bewegen. Klar, diejenigen, die sowieso schon fit sind, haben da natürlich einen Vorteil. Ich weiß zwar nicht wie es in anderen Sporthallen aussieht, aber bei uns ist es auf jeden Fall so, dass auch die mündliche Beteiligung einen Teil der Note ausmacht, oder so Aktionen, in denen die Schüler einen Teil des Unterrichts übernehmen können (Zirkel-Training, zum Beispiel).
Ganz so unfair ist es meiner Meinung nach also nicht. Nichtsdestotrotz bin ich kein Fan vom Sport(-unterricht). Gestern wurden meine Beine im Sportunterricht einfach mältriert und ich kann sie heute nicht bewegen, ohne dass meine Unsportlichkeit im schlimmsten Muskelkater aller Zeiten Ausdruck findet.

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Glaubst du, dass es je Frieden auf der Welt geben wird?

Nein, das glaube ich nicht. Wie soll das auch funktionieren? Es ist einfach unmöglich es 7 Milliarden Menschen auf der Welt gerecht zu machen. Auch wenn man, wie wir es tun, in einer "demokratischen" Gesellschaft lebt, gibt es immer mindestens eine Person, die sich nicht gerecht behandelt fühlt, weil sie sich zum Beispiel nicht frei entfalten kann.
Und da der Mensch schließlich nicht alles mit sich machen lässt, ist es nahezu unmöglich den Weltfrieden zu erreichen. Und das solange, bis auch der letzte seine Individualität aufgegeben hat.

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Ich bin fasziniert von Windows. Habe nach meinem letzten Update einen Bug, der mich dran hindert, mich mit dem Internet zu verbinden. Über mein Handy google ich nach Lösungen für's Problem. Hey, siehe da, käme wohl öfters vor. Was ich dagegen machen könne? Einfach auf das nächste Update warten.
Ohne Internet.
GREAT JOB WINDOWS.

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Lyrics der Woche? :)

Trippz Michaud aka The Weird One- This Time
[Verse 1]
It's like everybody seeking life different
The people never seem to make their own decisions
In the prison of our own thoughts
And there's always something missing, no wonder we all pissed off
Disconnected from each other, every human in their own world
You can tell by how they look at one another
Maybe times change with economy
Maybe technology are the loss in equality
I ain't asking for apologies
I just wanna show you how we living from an outside view
What we lacking isn't honesty
So the words will lose meaning like whatever we saying is not true
Well worry bout tomorrow, but today is right now
And happiness is getting what we want right now
Cause most people only living through their mind
And they won't realize they alive till they died
[Hook]
It don't matter what they say
No two people are the same
Only you can find your way
This for the best times, this for the worst times
And you know life is what you make it
This for the last time, this for the next time
And you know time may never waste
This is the best time, there might be a next time
So just be happy you're breathing
[Verse 2]
We're at a war with ourselves
And we always seem to take it out on everyone else
We complain about the hand we've been dealt
Like you're not in my shoes, you were never gonna know what I felt
Our guards up, never letting anyone help
When we really trying to figure what we did to ourselves
When you buy your happiness, you need something to sell
And the only way to get into heaven is through hell
This negativity's the recipe for enemies
And everything we thinking that we need ain't an necessity
Found a better me through a better you
But to understand peace, something man can't do
We need chains in order to pull through
There's one right way, do what works for you
And do what you got to do cause you got to do it
Put your hands up if you down with the movement
[Hook]
It seem like everybody talking
They can't make up their mind
Cause they are trying to find the answers to life
[Hook]
https://www.youtube.com/watch?v=e3r5mvydwYo

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