#freundefinden

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Ist es normal, keine guten Freunde zu haben? Irgendwie werde ich immer wieder von Leuten verletzt, bei denen ich glaube, sie seien meine Freunde. Was kann ich daraus lernen? Und wie kann ich es ändern?

Was ist schon normal? Normal definiert sowieso jeder für sich selbst.
Für mich persönlich ist es normal, keine mir nahestehenden Freunde zu haben, einfach deshalb, weil ich Schwierigkeiten im sozialen Verständnis habe und es mir schwer fällt, Menschen kennenzulernen, die ich mir in meinem Leben vorstellen kann und umgedreht.
Ansonsten geht es mir ähnlich wie dir, ich habe auch bis vor kurzem gedacht, endlich neue Freunde kennengelernt zu haben, bis ich dann erfahren habe, dass sie verletzend und nicht vertrauenswürdig gehandelt haben.
Vielleicht kannst du daraus lernen, Menschen nicht zu einfach zu vertrauen bzw. zunächst pikante Dinge für dich zu behalten. Oder sie besser kennenzulernen, auch in verschiedenen Situationen.
Möglicherweise hilft es, dir Zeit zu geben und dich mit dem Freundefinden nicht unter Druck zu setzen. Zu lernen, einfach darauf zu vertrauen, dass irgendwann die richtigen Menschen in dein Leben kommen, ohne, dass du dir den Híntern aufreißen oder dich verstellen musst.
Und hey, selbst, wenn du keine solcher Freunde finden solltest... Tiere sind gute Freunde. Und man kann lernen, sich selbst ein toller Freund zu sein (ich glaube aber nicht, dass du niemanden kennenlernen wirst - nur Geduld!).

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TF: Stellt euch vor, ihr hättet nur ganz wenige Freunde, die ihr aber nicht oft sieht. Aber ihr möchtet mehr Kennenlernen .. Was würdet ihr machen? (keine knappen antworten, ausführliche texte mit wie, wo was) Versetzt euch mal in die Lage.

Satanslunch’s Profile PhotoHello Kitty's HoRRor StorY
Hm in diesem Falle kann ich leider nur flunkern. Ich habe zwar nur wenige Freunde und die meisten davon kann ich nur unheimlich selten treffen aber ich hege derzeit auch gar kein Interesse, neue Freunde zu finden. Naja, also gehe ich mal von einem "Was wäre, wenn du eine interessante Person kennenlernen willst?" aus.
Blind loszuziehen, in der Hoffnung, jemanden kennen zu lernen, ist schwierig bis kaum möglich. Meistens trifft man rein zufällig auf eine Person, mit der man mal ins Gespräch kommt und man merkt, dass diese Person doch recht faszinierend ist, was man am Anfang vielleicht gar nicht erwartet hätte. Das ist beim gezielten Freundefinden ja nicht wirklich der Fall. Also müsste man sich dabei diverser Ansprüche bewusst sein, was Interessen, Einstellung und Persönlichkeit der potenziellen Bekanntschaft angeht. In meinem Falle würde ich in den Studentenclub gehen, wenn dort (leider sehr selten) mal wieder ein Metalabend stattfindet. Man trifft dort auf Leute mit ähnlichem Musikgeschmack und vielleicht auch anderen Interessen, die sich mit den eigenen Decken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jene, die gern Metal und ähnliches hören, auch etwas für Games übrig haben und das spielt mir doch gerade in die Karten.
Trotz diverser rhetorischer Kenntnisse, die ich mir angeeignet habe, bin ich nicht gerade ein Meister des ersten Schrittes, was Gespräche angeht. Ich warte auf passende Momente, um ein Gespräch rein beiläufig zu beginnen, um auch gleich ein Thema zu haben, über das man reden kann. Dieses "Hi, ich heiße *hier beliebigen Jungennamen einfügen*, wie heißt du?"-Schema kann ich nicht besonders leiden, Smalltalk ist überhaupt nicht mein Ding, da so etwas oft zu gestellt wirkt. Auf eine Situation zu warten, bei der man gleich einsteigen und mitreden kann, finde ich wesentlich angenehmer. Personenbezogene Fakten wie Namen, Interessen, Studiengang etc. kommen denn mit der Zeit von selbst ans Tageslicht. Natürlich ist ein Gespräch ein sicherer und guter Einstieg, sofern man beim potenziellen Gesprächspartner davon ausgehen kann, dass man sich gegenseitig auch etwas zu sagen hat, sonst entwickelt sich das zu einer recht peinlichen Schweigeminute.
Das ist lediglich eine eigene Einschätzung meinerseits. Wenn jemand andere Vorgehensweisen bevorzugt, soll es eben so sein. Ich bin trotz allem kein allzu kontaktfreudiger Mensch und kann bei solchen Dingen nicht mit allzu viel Erfahrung glänzen. Nicht, dass das ein Problem darstellen würde, für mich gibt es lediglich wichtigere Dinge zu erledigen, als auf Krampf Freunde zu finden.

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