Ask @thelemata:

Warum schreibst du hier nichts mehr? Ich würde mich sehr freuen wieder Antworten von dir zu lesen.

ich war auf diesem account nie sonderlich aktiv, von anfang an nicht und ask interessiert mich tbh schon seit anfang 2014 nicht mehr sonderlich. was sollte ich hier schon schreiben und warum? damit es dann irgendjemand liest, der nicht einmal verraten will, wer er ist? man kann mich problemlos privat kontaktieren.

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Warum bist du ein schlechter Mensch?

The Bourbon Kid
Letzte Nacht saß ich so anner Schanze in Hamburg und meine Begleitung hatte ziemliche Probleme, also war ich bemüht mich ihr zuzuwenden und zu helfen, falls möglich. Und dann saß da so'n Kerl neben uns, der wohl... joar, ordentlich gesoffen hatte. Der hat sich nach 'ner Weile in unser Gespräch eingemischt und so leise vor sich hin geredet, dasser kaum zu verstehen war. Wir sind drüber hinweg gegangen und ham weiter darüber gesprochen, ob sie nach Hause zu ihrem Freund fährt oder mit mir an den Kiez geht. Und der Typ... hat immer lauter vor sich hin geredet, was für eine unendlich unsympathische Person ich doch bin. Meine Begleitung nich', nur ich. Er kenne mich zwar nich, wisse nicht meinen Namen oder wer ich bin, nicht im Entferntesten, doch er sei sich darüber sicher, dass ich unsympathisch bin. Is immer lauter geworden und meinte mit steigender Lautstärke, was für eine verlogene, manipulative Schlampe ich doch sei. Er kenne mich nich, aber sei sich sicher, ich belüge, betrüge Menschen. Meiner Bekannten hat er 'n Zwanziger dafür angeboten, dass sie mich sitzen lässt. Als die Bahn schlussendlich kam hat er ihr noch nachgerufen, sie solle mal mitfahren. Sich bloß nicht mit mir abgeben.
Bin ich jetzt ein schlechter Mensch oder war das bloß Projektion eines Betrunkenen? Bin noch nicht wieder ganz nüchtern und hab keine Ahnung, puh.

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was ist dir nicht egal?

in letzter zeit is mir im grunde... praktisch alles egal. wüsste so anhieb nichts, was mir nicht gleich ist... außer vielleicht 's schreiben. joar. es ist mir nicht egal, ob ich mal was schreibe, was ich schreibe. ob ich es schaffe mein leben dem ganzen zu widmen und wirklich etwas bedeutsames zu publizieren, vor meinem abtreten. ob ich mein leben genug in den griff kriege, um überhaupt schreiben zu können.
ob ich sterbe, ohne den zustand der zufriedenheit erreicht, inneren frieden gefunden oder jemanden geliebt zu haben, was immer, is mir völlig gleichgültig. auch dass ich sterbe is mir im prinzip egal. nur möchte ich etwas geschrieben haben.

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hast du liebste schriftsteller? wenn ja, wen? weshalb?

Amaryllis
hesse, dürrenmatt, hunter s thompson, bukowski, bret easton ellis, thomas harris, hemingway, goethe, oscar wilde... heinrich böll, chuck palahniuk und dirk bernemann vielleicht noch, mit nietzsche konnt ich schon ma mehr anfangen, als grade so inner letzten zeit. mhm... c g jung sowie jerold kreisman und hal straus gefallen mir. sind so meine favoriten, joar.
was ich da jetzt groß begründen soll... kp. könnte zu jedem davon, ab von den beiden psychiatern, einige seiten füllen, aber das würde das limit an dieser stelle dann doch überschreiten.

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Bist du deiner eigenen Sterblichkeit dauerhaft bewusst? Wenn ja, (worin) äußert sich das merklich? Denkst du, es ist sinnvoll, sich permanent bewusst zu sein, dass man früher oder später sterben muss oder hältst du es für praktischer, diese Tatsache eher zu verdrängen?

Lyrischer Pudding
Selbstverständlich bin ich mir dieser bewusst, bedeuten musses ja nich', dass ich in Folge dessen permanent über meinen Tod nachsinne. Die Wahrscheinlich meines spontanen Ablebens liegt zu gering, als dass solcherlei Gedanken in alltäglichen Situationen von Sinn und Nutzen wären. Sie würden mich in meiner Handlungsfreiheit wohl eher einschränken, als mir irgendwie dienlich sein.
Das will nicht sagen, ich erachte Verdängung als sinniger. Nichtsdestotrotz bin ich mir des Risikos bewusst, wenn ich betrunken über 'ne Hauptstraße renne, Koks ziehe oder am Hafen herum balanciere. Wäre ich dies nicht, könnt's eine unbedachte Unvorsicht mit sich ziehen, würde ich konstant diese Possibilität in die hinterste Ecke meines Unterbewusstseins schieben, könnte eine leichtsinnige Illusion von Unzerstörbarkeit folgen. Doch im Vordergrund sollte man den Gedanken wohl nicht behalten. Nur, weil mich in der nächsten unbewachten Nebengasse jemand erschießen könnte, wird's noch lange nich' gescheh'n und irrsinnige Paranoia behindern ungemein. Joah. Denk' ich ma'.

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Was bedeutet es, verliebt zu sein?

Dr. Kolt
Mir mangeln bedauerlicherweise die Erfahrungen, soweit ich das einschätzen kann, mit dem "Verliebt sein" - denn war ich es je, so habe ich davon selbst anscheinend nichts mitbekommen.
Mein Wissen beschränkt sich auf die Differenz zur wahren Liebe. Liebe ist ein viel innigeres Sentiment als das, was grad' gefragt ist - hierbei handelt sich meines Wissens nach um ein eher oberflächliches - und, vor Allem, kurzlebiges - Gefühl. Wohl des Öfteren verbunden mit Nebeneffekten wie Nervosität und Träumereien, der allbekannten Sicht durch die rosarote Brille, einem Ausblenden von Fehlern, welche man in einem gewöhnlichen Zustand beim Anderen wahrnehmen würde, einer gewissen Liebestollheit.
Doch, wie gesagt, kein tiefgehendes Gefühl. Keines von Dauer. Keine innige Verbundenheit, kein zwangsläufiges Vertrauen.

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