Das kann vermutlich nur ein Schauspieler wirklich empfinden und nachvollziehen.
Allerdings kann ich es mir vorstellen. Wer will schon ewig in ein und die selbe "Kategorie" gedrängt werden und auf ein und die selbe Rolle reduziert werden, sogar über den Beruf hinaus ins Privatleben hinein?
Da braucht man sich nur Daniel Radcliffe ansehen: der wollte auch nicht sein Leben lang "der kleine Harry" sein und ist darüber zum Alkoholiker geworden.
Oder der "ewig lustige" Robin Williams. Dieser war wohl sehr einsam und unglücklich und hat bekanntlich sein Leben (unter anderem?) deswegen beendet.
Aber selbst von Schauspielerei und Prominenz abgesehen, soweit muss man gar nicht gehen. Es reicht schon, wenn man sich als "0815 Privatperson" vorstellt, man würde in jedem Bereich seines Lebens auf etwas reduziert werden, was man nicht ist, nicht möchte, und wovon man sich eigentlich entfernen will, aber niemand lässt einen. Niemand nimmt das "wirkliche ich" Ernst, niemand möchte dieses sehen, wahrhaben oder traut diesem etwas zu. Stattdessen soll man schulterklopfend auf einer Position verharren, die man allmählich has.st und die einen zutiefst unglücklich macht. Wie würde man sich dabei fühlen?
Ich denke, mit dieser Vorstellung kann sich jeder selbst die Frage beantworten.
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