Ask @Sproglet:

Was macht dir Angst?

Sarah
Meine Ängste verblassten in letzter Zeit zu einem leichten Nebel, der an manchen Tagen meine Seele einlullt, doch sich bald im Glitzern der Sonne löst.
Beinah ist das berauschende Gefühl der überwundenen Angst und jener, die die dich erstarren lässt, dich unbeweglich und klein fühlen lässt, in Vergessenheit geraten. Ganz selten verschleiern für kurze Zeit Ängste vor dem Alleingelassenwerden, der Unachtsamkeit, dem Verstreichen der Zeit ohne zu sehen, meinen Blick in die Welt. Doch inzwischen kann ich schnell erkennen, dass die Ängste es sind, die mich dort hin führen, wovor ich mich fürchte und mich dort gefangen halten. Ich bin keine Gefangene meiner eigenen Konstrukte surrealer Ängste mehr. Der Moment, in dem ich mich bewege, ist erfüllt von Liebe, die jede Angst durchströmt und ihre Blüten erblühen lässt. Meine Seele pflegt einen Blumengarten.

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Beschreibe mir das Gefühl der Einsamkeit, ohne den Begriff des 'Alleinseins' zu verwenden.

Verloren. Treibend in einem unendlichen Meer. Die Wellen verschlingen dich während du versuchst nach Luft zu schnappen. Bitter salziges Wasser füllt deinen Rachen und mit letzter Kraft versuchst du gegen den Sog, der dich in die dunkle Tiefe zieht anzukämpfen. Zwischen Blitz und Donner vergeht nicht ein einziger Herzschlag, deine Haut brennt oder viel mehr das, was von ihr übrig ist. Ledrige Hautlappen, die sich in Fetzen aus deinem blutigen Fleisch zu bohren scheinen.
Du treibst in deinem eigenen Erbrochenen, als sich der Sturm wie aus geisterhand legt und ein kalter milchiger Nebel aufzieht. Du schreist nach Hilfe, doch nicht einmal dein Echo antwortet dir. Du hast den Kampf mit dem Wasser schon längst aufgegeben. Du hast dich damit abgefunden, dass du sterben wirst, ohne das je ein Mensch davon erfahren wird. Vielleicht ist das okay, denkst du dir. Vielleicht warst du schon längst tot. Zerfressen von der Leere, die so lange genährt wurde vom Kampf gegen dich selbst.

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Liebst du? (Eine Antwort mit mehr als einem Wort wäre erwünscht.)

Ich liebe so sehr, dass es manchmal weh tut. Meine Liebe ist selbst- und kompromisslos, sodass ich manchmal Angst hab mich im Sturm meiner eigenen Gefühle zu verlieren. Ich bin beflügelt, fühle mich frei, manchmal beengt. Oft durchfährt ein Schauer meinen gesamten Körper, während die Liebe mich mit Wärme erfüllt. Die immer wieder kehrende Erkenntnis, dass diese Liebe meine einzige Realität ist lässt mich schaudern. Doch sie ist es, was mich Farbe schmecken und Klänge riechen, Erdbeeren hören und Bäume fühlen lässt. Die Fähigkeit vollkommen zu lieben lässt mich leben und mich ich sein.

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Gibt es einen Menschen,bei dem du dich frei fühlst? Sorgenlos? Erzähle doch mal ein bisschen,wenn du magst.

Da ist ein Mensch, der jeden Augenblick von Sorgen und Kummer löst. Ich kann alles mit diesem Menschen teilen. Vorallem teilen wir jedoch eine tiefe Verbundenheit. Diese ist nicht definiert durch ähnliche Interessen, gleiche Sichtweisen, langjährige Freundschaft oder dergleichen. Der Ursprung dieser Tiefe liegt, so denke ich, in unserer gemeinsamen Unendlichkeit. Die Zeit steht still und doch bewegt sich alles so schnell. Wir sind. Gemeinsam.
Mir gelingt es nicht ein Bild dessen zu schaffen, was ich für diesen Menschen empfinde. Ich fühle, ich lebe, ich bin mit diesem Menschen.

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Was beflügelt dich?

Nächtelang unter freiem Himmel zu tanzen, den endlosen Sternenhimmel zu betrachten, Wolken zu beobachten und Fantasiewesen aus der Kindheit wieder zu entdecken, Büchlein vollzuschreiben, nackt im Meer baden zu gehen, der Glaube an den Moment, innige Blicke, tiefe Gespräche, die Anwesenheit bestimmter Menschen, das Lachen kleiner Kinder, die Liebe.

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Bist du schon in Herbst-Stimmung?

Ich habe meine erste Blasenentzündung weil ich den Tag verpasst habe, an dem ich hätte aufhören sollen barfuß zu laufen und die halbe Nacht im Top draußen auf der Straße zu liegen und mir die Sterne anzusehen. Gleichzeitig kam die erste Erkältung, die ich vermutlich auf die selben Ursachen zurückführen kann. Außerdem ist da morgens schon wieder dieser wunderschöne magische Nebel. Dieser Nebel, der die ganze Welt einhüllt und gerade einmal so viel Sicht zulässt, dass man nicht gegen einen Baum läuft. Ich liebe es an Herbstmorgenden schon früh aufzustehen, mich dick und kuschlig einzupacken um dann durch den Nebel spazieren zu gehen. Im Nebel leuchten alle bunten Blätter so intensiv und kämpfen sich mit ihrer Farbenbracht durch die Nebeldecke. Bis dieser davonzieht, Sonnenstrahlen mich erreichen und wärmen. Das ist so wunderschön. Ich bin schon in Herbst-Stimmung, ja! Ich liebe den Herbst. Auch Klamottentechnisch gehts mir im Herbst einfach besser, weil ich mich so viel lieber in eine Wollstrumpfhose, einen dicken viel zu großen Pulli und einen meiner geliebten Schals kuschel, als kurze Hosen anzuhaben, in denen sich, wenn ich schwitze meine Schenkel aufreiben bis sie blutig sind. Ich fühle mich im Herbst einfach unglaublich wohl.

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Über welche Themen würdest du gerne ein Buch lesen?

müder krieger
Über kleine und große Unendlichkeiten.Tiefe und Weite. Über gebrochene Grenzen. Micro- und Macrokosmen. Glaube an verschiedene Realitäten. Einssein. Verlorene Seelen. Wiedergefundene Liebe. Wissenschaft und Spiritualität. Verblassende Differenzen. Über Fließendes, sich Veränderndes und doch stetig Gleichbleibendes. Namen, die jedes Sein zulassen. Über chaotische Ordnung innerhalb und außerhalb des eigenen Wesens.

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Welche Dummheit hast du zuletzt begangen?

Ich habe mir mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen, keine Sekunde geschlafen aber habe es für zu spät befunden noch schlafen zu gehen. Jetzt liege ich hier, total banane im Kopf und sehe mir Dokumentationen über Themen wie Zeitreisen, Paralleluniversen, Schwarze Löcher, Dunkle Materie, das Multiversum an. Die Dummheit in Anbetracht dieses Umstandes ist, dass meine Auffassungsgabe gleich null ist, obwohl das so unvorstellbar spanennde Themen sind. Hätte ich also ein wenig geschlafen, könnte ich mit noch mehr Genuss derartige Wissensergüsse über mich ergehen lassen.

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Bist du ein Mensch, der (viel) Mitleid mit anderen hat? Wenn ja, in welchen Situationen macht sich das bemerkbar?

nicool
Ich würde nicht als Mitleid beschreiben, was ich empfinde. Mit dem Begriff Mitleid geht für mich ein Gefühl der Überlegenheit einher. Das Empfinden auf etwas herab zu sehen, weil es einem selbst besser ergeht. Wieso ich diesem Wort derartiges zuschreibe weiß ich nicht genau.
Wenn ich Mitleid zerlege und auf mit leiden gelange, stimme ich dem wohl zu. Ich bin ein Mensch, der in vielen Situationen mit anderen mitleidet. Ich kann in manchen Situationen regelrecht bestimmten Schmerz oder Leiden in mir fühlen. Manchmal kann ich im ersten Moment meinen eigenen Schmerz nicht von dem anderer unterscheiden. Das soll keineswegs anmaßend klingen. Natürlich weiß ich nicht, wie genau ein anderer fühlt, was er fühlt. Ich versetze mich meist unbewusst in Situationen anderer und fühle vermutlich, was ich in diesem Moment fühlen würde.
So viel Gerede schon. Letztlich macht sich ein solches mit leiden bei mir bemerkbar, wenn ich an einer Metzgerei vorbei gehe, ein Kind schreien höre, traurige Filme sehe, ergreifende Bücher lese, "Käfig"tieren dabei zusehe, wie sie gelangweilt in ihrem Gehege umher tummeln, ich Tierleichen auf der Straße liegen sehe, in letzter Zeit vorallem kleine Igelchen und Eichhörnchen, in öffentlichen Verkehrsmitteln verlorene Kuscheltiere liegen zu sehen, an toten Bäumen vorbei zu gehen, weil sie als Möbel mehr wert sind, als als lebende Riesen in einem märchenhaften Wald, wo sie anderen Leben leben ermöglichen.
Zum Glück beschränkt sich die ausgeprägte Empathie eines Menschen nicht auf Leid. Ich würde mich definitiv als einen Menschen beschreiben, mit dem man jegliche Art von Gefühlen teilen kann, da es mir leicht fällt mit zu fühlen. Manchmal vielleicht zu leicht.

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Schreibe alles auf, was an deinem heutigen Tag schön war.

Der Kaffee mit Zimt, direkt nach dem Aufwachen, noch ins Bett gekuschelt.
Zu sehen, wie sich meine Pflanzen von meiner Abwesenheit langsam wieder erholen.
Die Möglichkeit ein paar hundert Meter weiter frische Eier von freilaufenden Hühnern holen zu können.
Zusammen mit Mama Pfannkuchen zu frühstücken.
Auf dem sonnenüberströmten Balkon zu lesen.
Der lange Spaziergang mit meinem Hund.
Ein spontanter Überraschungsbesuch von meinem Liebling.
Die erste Rose.
Gemeinsames Kochen und Essen mit der Familie.
Gitarrengeklimper.

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Liest du zurzeit ein Buch?

Ja, mehrere um genau zu sein.
Verglühte Schatten - Kamil Shamsie
Traumsammler - Khaled Hosseini
Traumreisende - Marlo Morgan
Die Grundgedanken des Buddhismus - Verena Reichle
Ich habe mir angewöhnt zu verschiedenen Anlässen unterschiedliche Bücher zu lesen. Zum Beispiel habe ich immer ein Buch, das ich während Zug- und Busfahrten lese und ein anderes vor dem Schlafengehen.

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