Ask @Klugdiarrhoe:

Was bedeutet Schönheit für dich?

Ich bin ein Ästhet - Schönheit bedeutet mir sehr viel. Allerdings kann Schönheit ebenso wie die Wahrnehmung der Schönheit, was ja die Ästhetik ausmacht und womit sie sich auch theoretisch wie praktisch beschäftigt, nicht auf das rein Äußerliche, auf die Oberfläche beschränkt werden. Schönheit muss beseelt sein, sie muss eine Ganzheit bilden mit dem Unsichtbaren und mit der Erscheinung; die Bewegungen, das Verhalten, der Habitus - all das gehört zur Schönheit dazu. Sonst ist der Lack schnell angekratzt und ab!

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Wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil?

Am 23. Januar, also vor 6 Tagen, fing ich an zu schreiben und kam nur bis an diese Stelle:
«Ach, ach, mein Schatz, du mein aufbrausender Wüterich, was ist mit dir nur geschehen?» Was? Wer sprach da? Das konnte doch nicht wahr sein! Ute? fragte Ross zaghaft.
SOKRATES - Folge 376:
Er hörte die Stimme seiner Frau, irgendwo ein wenig Grau auf Schwarz schaukelte ein Mädchen auf einer Schaukel, die etwas sehr Seltsames an sich hatte. Alfred Ross bekam Angst um dieses Mädchen. Es erinnerte ihn an seine Tochter. Die Schaukel war an einem Baum befestigt, der Baum war aber dünn und verdorrt. Das Mädchen schaukelte und lachte und schaukelte kräftiger. Dem besorgten Vater war das schon zu wild. Und seine Frau Ute sagte immer und immer wieder «Ach, ach, mein Schatz, was ist nur aus dir geworden? So wütend bist du so voller Zorn!» Ross versuchte seinen Arm auszustrecken und auf den Baum mit der Schaukel zu zeigen. Aber seine Glieder waren bleiern. Er konnte seinen Arm nicht heben und als er etwas sagen wollte, um das Mädchen zu warnen, bekam er keinen Ton aus seiner Kehle. Dabei war nun wirklich eine Warnung dringend notwendig. Das Mädchen schaukelte sehr hoch und schwebte in ernsthafter Gefahr. Die Stimme seiner Frau traf ihn aber auf eine andere Weise hart und aufwühlend. «Du durchlebst eine neue Liebe, mein Schatz, nicht wahr?» Er versuchte zu nicken. Auch in seiner Nackenmuskulatur schien alles voll Blei. Aber vielleicht war es auch gerade richtig und gut, dass er nicht nicken konnte. Denn Ross hatte plötzlich ein ganz tief sitzendes und beißendes schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber. Aber Ute Ross schien genau das in der Dunkelheit erkennen zu können. «Ach, ach, mein wütender Liebling. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben – nicht mir gegenüber, mein wütender Liebling! Ich habe an derlei Dingen kein Interesse und mache dir sicher keine Vorwürfe, dass du dich wieder verliebt hast nach all dem Unglück.» «Wo bist du?» wollte er fragen. «Wo bist du nur?» Aber kein Ton kam aus seiner Kehle und seine Zunge ließ sich auch nicht bewegen, so schwer wie sie war. Aber Ute verstand ihn auch so. Wie im richtigen Leben, als sie noch glücklich und zusammen waren, verstand sie ihn auch ohne Worte. Und manchmal sogar, das musste er zugeben, trotz seiner Worte und geschwungenen und gebrüllten Reden verstand sie ihn, konnte ihm direkt ins Herz schauen. «Bei dir, mein Schatz. Ich bin immer bei dir. Das wird sich nicht ändern.» Das war sehr rührend, Alfred Ross begann zu schluchzen und zu weinen und da brach plötzlich der Ast, an dem die Schaukel hing. Der ganze Baumstamm brach dann auch ab. Ross konnte nicht mehr aufhören zu weinen, obwohl das Mädchen nicht wie er befürchtet hatte, auf den Boden fiel und sich Schmerzen zufügte, sondern mit der Schaukel wie ein Vogel in den finsteren Himmel flog und verschwand. Da hörte Ross die Stimme des Mädchens mit dem Regenschirm? Sie war ihm im Präsidium begegnet und hatte ihn die Treppen hinunter gestoßen.

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Nicht nur das kleine Wölfchen war in einer finsteren Kiste gelandet, sondern auch der Brutalo-Kommissar Alfred Ross. Nach einer 5-monatigen Pause geht es nun endlich flott weiter mit SOKRATES, dem kafkASKen Fortsetzungsroman Teil 375:

Uri Bülbül
Während beim Polizeichef der Hauptstadt von Gabun eine seltsame Meldung einging, war in einer bundesdeutschen Landeshauptstadt im Innenministerium klar, dass ein Flirt zwischen dem Innenminister und seiner Staatssekretärin Katja Hardenberg nicht weit genug ging und für den männlichen Part, nicht erfolgversprechend war. An die früheren erotischen Erlebnisse mit Katja sollte der Minister so schnell nicht wieder anknüpfen können. Sie musste in ihm Hoffnung wecken, aber ihn zugleich kurz halten. Nur so konnte sie ihn mit den Waffen einer Frau handzahm machen und dies erschien ihr dringend nötig, denn die einsame Entscheidung des Ministers den Chef der Psychovilla auszuwechseln, ohne sie zu fragen oder auch nur zu informieren, missfiel ihr in höchstem Maße. Das wollte sie auf gar keinen Fall so auf sich sitzen lassen. Dennoch war klar, dass Doc Parranioa mit einem R zuviel im Namen nun definitiv aus dem Rennen schied, während eine Hexe, Katja sprach in diesem Fall am allerliebsten von einer «möchtegern Hexe», seine Stelle einnahm. Was in drei Teufelsnamen konnte Else @Erwachsenenstammtisch besser machen als ihr Vorgänger? Nun war dieser Mord schon geschehen, das Kind also in den Brunnen gefallen, der Skandal um die Villa nicht zu vermeiden, da übernahm sie das Amt der Sanatoriumsleitung. Oder ging es dem Minister darum, Else eins auszuwischen? Eine bisher liebenswerte und unbescholtene Person in einer Welt voller Fragen und Fragwürdigkeiten – was sollte sie getan haben, um den Innenminister so zu reizen, dass er ihr eins auswischen wollen sollte? Die Besprechung blieb für Katja Hardenberg vorerst ergebnislos und die neue Anstaltsleiterin im Amt, das sie nun bald antreten sollte. Katja überlegte, Else höchst persönlich bei der Amtseinführung zur Seite zu stehen. Unter dem Zeichen der Freundschaft war man den Menschen immer nah genug, um auch ein wenig Kontrolle über sie zu erhalten und Einblicke zu gewinnen, die sehr hilfreich sein konnten.
Auf dem Marktplatz war ein Mann aus dem „quadratischen Ei“ geschlüpft. Wer hatte das Ei gelegt? Und dann ausgerechnet auf dem Marktplatz? Was sollte das? Der Polizeichef der Stadt schüttelte den Kopf über diese Sache. Ein schwarz überzogener Aluminuimwürfel, ein Container mit einer Schallisolierung mitten auf dem Marktplatz und darin ein Mann, halb im Delirium, halb tot durch die Hitze, die unter der sengenden Sonne schnell entstand. Als ob der Container für so etwas erdacht worden sei. Wenn man Leute umbringen wollte, warum machte man das dann nicht einfach, sondern konstruierte so einen Aluwürfel? Das hatte sich sicher ein Amerikaner ausgedacht, meinte der Polizei-Chef. Und um zu provozieren, mitten auf dem Marktplatz in Libreville den Würfel mit einem unliebsamen Agenten abgestellt. Er halbtot, delirierte im Krankenhaus unverständliches Zeug vor sich hin. «Ich werde ihn mir selbst ansehen», beschloss der Mann. Das wollte er nicht anderen überlassen und dann von Dritten ungenaue Informationen erhalten.

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Was bereust du?

Reue ist ein sehr schwieriges Thema und hat ethisch verschiedene Dimensionen: bereue ich etwas, weil ich die negativen Konsequenzen für mich nicht mag oder bereue ich etwas, womit ich anderen Leid zugefügt oder ihnen sonstwie geschadet habe?
Wenn das Bereuen allzu egoistisch ist, mag ich das nicht. Und wenn Reue nur aus Schuldgefühlen gegenüber anderen besteht, ist sie auch fragwürdig.
Reue müsste sich in Taten, Erkenntnissen und Korrekturen niederschlagen. Tätige Reue wäre wahre Reue.
Ich selbst bereue im Moment nichts und alles. Im Nachhinein bin ich schlauer und könnte so manches anders machen, aber eine tief empfundene Reue ist das nicht.
Ich werde in nächster Zeit an meinem Fortsetzungsroman SOKRATES weiterschreiben. Und ich sage hier nun ganz ohne Reue: an MEINEM, denn die Idee, eine Literaturproduktion als sozialen und kommunikativen Akt anzusehen und zu hoffen, dass man dadurch auch zu kollaborativen Synergien kommen kann, hat sich nicht wirklich bestätitgt.
Nach über 370 Folgen und einer fünfmonatigen Schaffenspause, die ich auch nicht bereue, komme ich an den Punkt, dass ich meiner Literatur selbst besser habhaft werden möchte und mich von den ask-Figuren mehr und mehr löse.
Vielleicht ist aber gerade das ein dialektischer Prozess, und vielleicht kommen dann gerade mehr auf mich zu. Und wenn nicht, ist es auch egal; denn mein Schreiben ist und bleibt in erster Linie für mich selbst relevant. Ich würde es sehr bereuen für andere zu schreiben.
Man muss ja mit den Dingen, die man tut oder lässt, erst einmal selbst zufrieden sein. Darauf muss ich mich besinnen.

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Welches wort findest du lustig?

«Plemplem» ist ein lustiges Wort. Es weist auf das Verrückte, was an sich schon sehr sympathisch ist, weil es ein Abrücken von der Normalität bedeutet, und hat zugleich etwas Verspieltes. Während zum Beispiel das Begriffspaar «Genie und Wahnsinn» eine tragische Schwere des Verrücktseins in sich trägt, hat «Plemplem» etwas Komisches, Komödiantisches, Clowneskes.
Eigentlich muss man auch «Verrücktsein» und «Wahnsinn» deutlich voneinander unterscheiden. Aber das gehört nicht zu dieser Antwort.

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"In Worten steckt wirklich eine große Kraft - wenn man nicht zu viele aneinanderkettet."

(((toppkek)))
Ja, in der Tat. Das ist sehr weise. Ich neige manchmal zum Überfluss; Redundanz gehört zwar zur Wesenheit der Sprache, um Missverständnisse zu verhindern und was überhört wurde, in der Wiederholung ins Bewusstsein zu bringen. Dies sollte allerdings keine Rechtfertigung für Geschwätzigkeit werden.

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+2 answers in: “Was geht Herr Bülülübül”

Was geht Herr Bülülübül

(((toppkek)))
Alles, was nicht steht, geht und fällt. Die Kette bildet einen Kreis, der Zirkel und der Winkel vollenden das System. Daumen rauf und Daumen runter - in geheimen Ritualen wird Bruderschaft zelebriert. Formen sind das nur - reine Formen. Mauern können schützen oder hindern. Wolken sind der Freiheit luftige Gesellen, Sonnenschein und blauer Himmel. Was nicht geht, steht oder fällt, fliegt.

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Weiße oder schwarze Hose bei Mädchen?

Die totale Sinnentleerung des Geistes und der Sinnlichkeit. Wem sich solche Fragen stellen, die er dann auch noch anderen öffentlich stellen zu dürfen glaubt, hat jegliche Debilitätsgrenze überschritten.
Ich habe hin und her überlegt, ob ich diese Frage nicht einfach löschen soll. Nein, irgendwann muss doch die Wut darüber, dass meine Haltung zum Leben, zur Welt und zu Menschen derart ignoriert werden kann, auch raus an die Öffentlichkeit.
Klar ist eine sinnlose Frage schnell getippt und rund geschickt. Aber macht das die Freiheit aus, dass man jede Möglichkeit ausschöpft, um sich und die Welt damit wieder ein Stück weit zu entblöden?
Wer mir diese Frage auch gestellt hat, würde sich und der Welt einen Gefallen tun, einmal hierüber nachzudenken.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf und schreibe das alles hier, das Mülleimer-Symbol anzuklicken, wäre auch ein Leichtes gewesen.

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Wahr/ falsch ? Du bist ein Romantiker , und stehst auf Kerzen, und leise Kuschelmusik.

Wolfslyrik-♥ Ottos Wolfsmutti♥
Kerzen und Feuer sind mir schier heilig. Nicht umsonst soll Prometheus den Göttern das Feuer entwendet und es dem Menschen gebracht haben - nichts ist schöner als ein Kaminofenfeuer. Kuschelmusik darf nicht penetrant kuschelig und auch nicht kitschig sein. Ich kann auch ohne Musik kuscheln.

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Wahr/ falsch? Du bist ein stolzer unbequemer Mensch, der sich nichts sagen läßt, und immer seinen Weg geht.

Wolfslyrik-♥ Ottos Wolfsmutti♥
Ich bin ein stolzer unbequemer Mensch mit Offenheit für Kritik und auch Leidenschaft für Selbstkritik. Es wird, wo ich nur kann, nicht mit zweierlei Maß gemessen, es sei denn, der lateinische Satz trifft zu. quod licet jovi, non licet bovi.
Manchmal bin ich der Gott und manchmal der Ochse.
Ich bin mir selbst ein unbequemer Kritiker. Ich lasse mir nichts sagen in dem Sinne, dass ich mir nichts vorschreiben lasse; aber ich lasse mir alles sagen in dem Sinne, dass ich ein offenes Ohr für Anregungen und Kritik habe - ja ich muss meinen Weg gehen - ist ja auch mein Leben und ich lebe auch nur einmal.

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