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Uri Bülbül

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Werden wir Igor mit seinem sprechenden Igel alleine lassen? Und Else mit der großen Herausforderung der Leitung der Villa? Werden wir Philomena in Casablanca vergessen und unseren grimmigen Otto in Marokko? Basti bei den Seeräubern und die Kommissarin im Koma? SOKRATES-Folge 539:

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Die Neue allerdings war ja nicht vom Fach, also auf den Beistand eines Facharztes für Psychiatrie angewiesen. Das beunruhigte Maya ein wenig. Aber da konnte sie ja auch auf Frauensolidarität bauen und ihre praktische Seite als unentbehrlich etablieren. Sie konnte sich mit der Chefin so solidarisieren, dass beide auf Zodiac etwas angewiesen waren, ohne ihn sich wirklich ins Herz zu schließen. Immerhin hatte Maya auch genügend universitäre Erfahrung. Sie hatte es fast bis zum Diplom in Psychologie geschafft, als sie mit ihrem Eigensinn, der etwas übermütig und vorlaut geworden war, bei ihrem Professor in Ungnade fiel. Das war knapp vor zwei Jahren ein Fehler, heute aber womöglich ein echter Vorteil. Denn Maya spürte instinktiv, dass die Neue empfänglich für Mayas Standpunkt sein könnte: sie hatte damals laut und deutlich die „Psychologie ohne die Psyche basierend auf Statistiken, Laborversuchen und konstruierter Empirie und Fehlschlüssen von Ratten auf Menschen“ kritisiert und eine kritische Umkehr in Methodik und Ausrichtung verlangt und einen entsprechenden Appell der Kritischen Psychologen unterschrieben und verbreitet. Noch im selben Semester sagte ihr Professor in seiner Sprechstunde, sie solle sich besser für ihre Diplomarbeit einen anderen Betreuer – vielleicht einen aus der philosophischen Fakultät suchen! Als Diplompsychologin sehe er sie nicht. Sie kämpfte mit Tränen, gab sich aber keine Blöße und verließ die Sprechstunde – es waren auch mehr Tränen der Wut und Verbitterung als der Trauer und Niedergeschlagenheit. Nein, sie war fest entschlossen unbeugsam zu bleiben. Sie ließ sich alle ihre Studienscheine anerkennen, machte die Aufnahme- und Einstufungsprüfung zur psychiatrischen Krankenschwester, bestand mit Bravour und war nach einem Jahr mit ihrer Ausbildung fertig. Sie bewarb sich auf die hiesige Stelle in der Villa und wurde leitende Stationsschwester, was in ihren Augen so schwer nicht war, da sie ja die einzige Schwester in der ganzen Villa war. Gleichzeitig mit ihr begann auch Dr. Zodiac, der zuvor aber schon sein Praktisches Jahr im Sanatorium absolviert und auch seine Facharztausbildung hier gemacht hatte. Er war also in der Villa eher zuhause als Schwester Maya. Um sie lächerlich zu machen, gab er ihr aufgrund ihrer kurzen und knappen Antworten den Spitznamen: „Schwester Lapidaria“. «Nicht schlecht für jemanden, der den Namen eines Serienmörders trägt», sagte sie wohl platziert in einer Dienstbesprechung vor dem damaligen Chef und besiegelte die Feindschaft, die aber doch allmählich in einen Burgfrieden überging. Mit Else war ein Neuanfang für Maya möglich. Diese Chance wollte sie sich nicht entgehen lassen, zumal sie sich auch intensiv mit dem Gedanken trug, ihr Studium auf einem neuen Wege abzuschließen. Ganz ohne empirische pseudowissenschaftliche Erbsenzählerei; sie hatte einen konkreten Plan dazu entwickelt, der in ihrer praktischen Zeit in der Villa herangereift war. Sie würde Dr. Zodiac bald links liegen lassen.

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https://ask.fm/Klugdiarrhoe/answers/172248272825 Also war das ein Trick, um mich zum Lesen und Grübeln zu bringen 💀 Warum spielst du so mit meinen Gefühlen 🥹🥲 Der Punkt geht an dich

DerBilal’s Profile PhotoJemand
Du nimmst dich zu wichtig und bist arrogant! Eine konsumistische Arroganz: lehnst dich zurück und willst unbedingt gefüttert werden! Ich spiele mit deinen Gefühlen? Was für ein Quatsch! Du gehst auf andere kreative Menschen zu und sagst ihnen direkt, du interessierst dich nicht für deren Kreativität und gehst davon aus, dass andere nur etwas machen, um wahrgenommen und konsumiert zu werden und weil du der Mittelpunkt deiner Welt bist, wollen alle von dir wahrgenommen werden. Oh bitte, bitte, lies meinen SOKRATES-Roman! Mehr an narzisstischer Debilität geht schon fast gar nicht. Damit stehst du natürlich auch einem möglichen Verständnis für Dinge, die um dich geschehen, selbst im Wege. Aber mach dein Problem nicht zu meinem!
Ich schreibe den SOKRATES-Roman, weil ich Freude daran habe. Wenn andere ihn lesen und auch Freude haben, freut es mich umso mehr, aber ich schreibe nicht in erster Linie aus dem Bedürfnis heraus, von anderen wahrgenommen zu werden. Vielmehr geht es mir um den Versuch, eine Kunstphilosophie ästhetisch-praktisch umzusetzen, ohne dabei rationalistisch zu werden. Das ist eine der schönsten Herausforderungen, die ich im Laufe meiner Laufbahn gefunden habe.
Du jedenfalls bildest dir zu viel ein! Das muss auch der Grund gewesen sein, dass ich überlegt habe, ob dein Einwurf überhaupt als Intermezzo in den Text des Romans auf Google-Docs einfließen soll. Nun stellt sich heraus, es hat sich gelohnt, weil dadurch klare Worte möglich wurden.
Kunst ist nicht zum Konsumieren da, sondern zum Kommunizieren! Und die Formulierung, die du benutzt hast, du habest «entgegen deiner Motivation» im Roman ein bisschen gelesen, zeigt deine Paradoxie auf: Lautete also deine Motivation, die ja ein Beweggrund ist: «Nein, ignoriere ganz aktiv diesen Roman?» Sollte das eine coole Haltung für eine Dir schwer verständliche Welt darstellen? Erst bist du arrogant: «https://ask.fm/Klugdiarrhoe/answers/172060284089
Wieso hast du dich doch dazu entschieden, jemanden Einfluss auf etwas haben zu lassen, was aus seiner Laune heraus den Ursprung gefunden hat?
Entgegen meiner Motivation habe ich mir mehrere Ausschnitte durchgelesen.»
Und dann larmoyant: «Warum spielst du so mit meinen Gefühlen». Warum glaubst du, mit deiner zur Schau getragenen Arroganz und Ignoranz auf andere zugehen zu können? Warum musstest du mir mitteilen, dass du meinen SOKRATES-Roman NICHT liest! Das tun Millionen andere auch nicht ;) Und niemand von ihnen hält es für nötig, es mir mitzuteilen. Nimm dir ein Beispiel an dieser schweigenden Mehrheit ;)

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Tipp was man machen kann, wenn man Vertrauensprobleme hat und dauerhaft den Drang hat das Handy des Partners zu durchsuchen? Ich will das selber nicht aber habe ansonsten eine innere Unruhe.

Ich glaube, Dein Partner hat zwei Handys. Eines für dich, das du immer durchsuchen kannst, so viel du willst und worauf du nichts findest und ein zweites für sein heimliches Liebesleben. Insofern mach dir gar keine Sorgen beim Durchsuchen. Es ist schon in Ordnung.

SOKRATES - Die Folgen 1-555 in einem Band mit allen Zwischenspielen und Einwürfen ist in Vorbereitung. Geschrieben sind bisher 540 Folgen und August Spies, Chefredakteur und Herausgeber der sozialistischen «Arbeiter-Zeitung» meldet sich bei mir zu Wort! Unglaublich! Folge 538:

Klugdiarrhoe’s Profile PhotoUri Bülbül
Schwester Maya hatte eine Gabe, von der sie selbst nicht genau wusste, ob sie das für ein Geschenk des Himmels oder für ein Fluch oder zumindest eine Last halten sollte. Sie hatte ein fotografisches Gedächtnis, was sie an Text, Bildschirm, Plakat, Zeitungsauslage, Bücherregal zu Gesicht kam, wurde wenigstens für einige Zeit wie ein Screenshot abgespeichert. Natürlich blieb nichts für immer. Das wäre wahrlich ein schlimmer Fluch! Aber immerhin solange, bis sie die Tür des Theaterphilosophen hinter sich zuzog. Das Vögelchen, wie sie „ihren 13. Gast“, auch zu nennen pflegte, hatte also Uri Bülbül schon entdeckt. «Dann bin ich mal gespannt, wie lange das Vögelchen noch braucht, um hinter die Wahrheit zu kommen», murmelte sie und traf im Flur auf Dr. Zodiac. Hatte er etwa ihr Gemurmel bemerkt? Sie konnte ihm nichts anmerken. «Guten Morgen, Schwester!» Er strahlte sie besonders freundlich an, als wollte er sagen: «Na warte, dein Stündlein wird bald kommen!» Sie grüßte mit stummem Nicken zurück. Er war auf dem Weg aus seinem Büro in den Speisesaal. Sie wollte nicht mit ihm gehen und bog ab in ihr Schwesternzimmer. Sie schaltete ihren Computer ein, rief den Internetbrowser auf und gab in die Adresszeile die komplette URL des dokumentierten Google-Buches fehlerfrei ein: « https://books.google.de/books?id=_n05DwAAQBAJ&pg=PT214&lpg=PT214&dq=Jo+Ziegler+Adonis+Narrat&source=bl&ots=2Mv-g0uz1v&sig=ACfU3U05W_XSMslm4suJt26Gi-mqK2fVRQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwi0gqSKx-71AhU3RfEDHbZGAxYQ6AF6BAgYEAM#v=onepage&q=Jo%20Ziegler%20Adonis%20Narrat&f=false ». Wenn andere Eindrücke hinzukamen, würde sie es so nicht mehr können, also war es ihr wichtig, diese klitzekleine Vögelchenwahrheit ihres Schützlings schon mal festzuhalten. Sie hatte keine Zeit, der Sache weiter auf den Grund zu gehen und zu rekonstruieren, wie weit ihr „13. Gast“ in Tat und Wahrheit war. Schwester Maya wollte die neue Chefin nicht warten lassen, war schlimm genug, dass sie sie nicht persönlich empfangen hatte, als sie unangekündigt in der Villa ankam. Sonst wäre sie auch niemals nach Hause gefahren. Es beruhigte sie aber, dass auch Zodiac die Neue nicht zu Gesicht bekommen hatte. Er hatte keinerlei Vorteile momentan Maya gegenüber. Er hatte sich bei der Chefin noch nicht einschleimen können. Norbert war wahrscheinlich mit der Situation etwas überfordert gewesen, aber das war zu verschmerzen. Die Schwester schaltete den Bildschirmschoner ein, den man nur mit einem Passwort wieder deaktivieren konnte. Sie wollte nicht, dass Zodiac ihr hinterher schnüffelnd herausbekam, wofür sie sich interessierte. Vorsichtshalber aber schloss sie auch ihre Zimmertür ab, als sie sich auf den Weg in den Speisesaal machte, nur sie hatte einen Generalschlüssel. Sie hatte geschickt verhindert, dass Zodiac einen solchen bekam. Er sollte sich auf seinen verdammten Doktortitel bloß nicht zu viel einbilden – dieser Schnösel! Sie war ihm haushoch überlegen und das würde sich bald auch ganz deutlich herausstellen und manifestieren.

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Mein Herz bricht immer mehr, wenn ich dich so leiden sehe. 💔Mir tut das alles so furchtbar leid 😔 Was brauchst du, damit es dir wieder gut geht?

Scherben deines gebrochenen Herzens, um dir das Maul zu stopfen!

Warum glaubst Du, dass sich manche Menschen völlig auf Verschwörungstheorien fixieren, obwohl diese so eindeutig gegen die allgemein anerkannten Überzeugungen gerichtet sind ?

XxSuperwomenxX’s Profile PhotoEponomasie
Schau dein eigenes Vokabular in der Frage an! "Glaubst du", "allgemein anerkannte Überzeugungen"! Du selbst kannst deine Frage gar nicht mit mehr Gewissheit formulieren. "Allgemein anerkannte Überzeugungen"! Es reicht selbst bei dir in der Frage nicht zum Begriff "Tatsache". Aber anderen vorwerfen, sie würden sich 'völlig auf Verschwörungstheorien fixieren"! Bevor du mit deiner Tatsachengläubigkeit hier hausieren gehst wie eine Schlafwandlerin in einer pseudoaufgeklärten Vollmondnacht, arbeite lieber an deinem kritischen Bewusstsein. "Allgemein anerkannte Überzeugungen" ist so ziemlich das Schlampigste, was kritisches Denken zu bieten hat. Verschwörungstheorien greifen deshalb besonders gut, weil ein kritisches Bewusstsein immer weiter ausgehöhlt wird, aber nicht zuletzt von denjenigen, die sich für aufgeklärt halten und dabei einfach im Fluss der "allgemein anerkannten Überzeugungen" schwimmen. Wenn die Mehrheit sagen würde: die Erde ist eine Scheibe, würdest du mit deinem weichgespülten Vokabular dem auch nicht widersprechen!

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Ich weiß, dass du genau wie ich in der Liebe kein Glück hattest🥺

Ich kann mich über mein Liebesleben nun wirklich nicht beklagen! Dankbar für alles in meinem Leben schaue ich nach vorne.

Jemand @DerBilal glaubt Einfluss auf den Lauf der Geschichten in SOKRATES nehmen zu können; dabei ist er nur in einem Intermezzo gelandet. Ist nicht jedes Individuum ein Intermezzo der Weltgeschichte? SOKRATES-Folge 537:

Klugdiarrhoe’s Profile PhotoUri Bülbül
Marianne Annieux und Alfred Ross sollten gemeinsam noch einige Tage unterwegs sein. So leicht war der Kongo nicht zu erreichen und ganze Strecken mussten sie Schritt fahren und blieben sogar zwei mal stecken. Sie wechselten sich beim Fahren ab, und es entstand ein immer stärker werdender Teamgeist. Marianne sprach ein paar Mal das Thema an, warum Ross in dem Würfel und in Gabun gelandet sein konnte, aber er schien selbst keine sinnvolle Antwort darauf geben zu können. Nur die letzte Situation, an die er sich in der Villa bei der Befragung des Theaterphilosophen erinnern konnte, erzählte er. Allerdings konnte sich die Inspektorin darauf auch keinen rechten Reim machen. «Ihr hattet also einen Haftbefehl gegen diesen Mann, den du immer den Theaterphilosophen nennst? Aber ihr solltet ihn nicht festnehmen, sondern ihm den Haftbefehl nur übermitteln und ihn davon wissen lassen?» «Ja, so war es! Okay, ich habe es vielleicht etwas übertrieben und gab ihm noch zur Einschüchterung was auf die Nase...» «Was denn?», fragte sie erstaunt, weil sie den Ausdruck nicht kannte. Er zeigte seine dicke, kräftige Faust und deutete dann einen Schlag auf seine eigene Nase an. Sie musste grinsen. «Und dieser Jammerlappen rannte sofort ins Psychiatrische Sanatorium – in die Villa im Hattinger Wald», erzählte er. «Wenn wir in Deutschland sind, werden wir uns das alles anschauen», sagte Marianne. Alfred alias Fredy erfreute diese Vorstellung. Noch aber hatten sie eine mühselige und ungewisse Reise vor sich.
«Mit Empörung musste ich feststellen, dass Sie in Ihrer Einleitung zur Folge 532, den 1. Mai als Tag der Arbeit zynisch schmähen! Sie sprechen von der „Folgenlosigkeit“ unseres Kampfes von 1886 für die Einführung des Achtstundentages für Arbeiterinnen und Arbeiter, die bis dahin zwölf Stunden am Tag sich in der Fabrik abmühten. Glauben Sie etwa allen Ernstes, dass die sozialen, arbeitsrechtlichen und ökonomischen Vorteile für die Arbeiter von alleine ohne unsere Kämpfe und ohne unser Martyrium gekommen wären? Nicht mit einem Satz erwähnen Sie mich in Ihrem Folgenroman, nicht mit einem Satz findet die Haymarket Affair Platz in diesem Ihrem SOKRATES! Statt dessen Galionsfiguren des Grusels wie dieser Viktor Frankenstein aus Mary Shelleys überdrehtem Roman! Und noch immer habe ich nicht genau verstanden, ob der Gärtner und das Monster aus Körperteilen von Toten identisch sein sollen! Sie haben genauso wenig vom Leben begriffen wie dieser überhebliche Medizindoktor! Tatsache aber ist, dass Menschen wie wir es waren, die für sozialen und historischen Fortschritt gesorgt und dies sogar mit ihrem Leben bezahlt haben. Und nun finden wir nicht einmal Eingang in einen schäbigen Schundroman, der sich Folge für Folge angeblich ach so folgenreich auf einer Internetplattform ausbreitet. Glauben Sie, Sie werden einen Feier- und Gedenktag für diesen Kitsch erhalten? Meine Arbeiterzeitung hat mehr bewirkt als Sie je für sich in ihren kühnsten Träumen zu hoffen wagen dürfen!»

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hast du erfahrungen mit fake friends?

Ich habe keine Erfahrungen mit "fake friends", wenn das ein spezieller Terminus sein soll für soziale Netzwerke oder ähnliches. Falsche Freunde bleiben im Leben nicht aus. Aber auch da muss ich sagen, dass Freundschaft ein Prozess ist und wenn sich Enttäuschungen in einer Freundschaft einstellen, die Freundschaft nicht immer schon falsch gewesen sein muss. Menschen ändern sich, Situationen ändern sich, was einmal echt und gut war, fühlt sich irgendwann aufgrund von Entwicklungen falsch und nicht mehr gut an. Darum bin uch dagegen, dass sich Menschen Versprechungen für ihr ganzes Leben geben. Für das ganze Leben kann man sich Freundschaft nicht versprechen und erst recht keine Liebe. Wir leben in einer dynamischen Zeit, in der ein Menschenleben nicht eintönig 70 bis 80 Jahre gleich bleibt. Das war früher schon wenig wahrscheinlich und ist heutzutage unmöglich. Wir müssen neue Freundschafts- und Liebesverständnisse entwickeln, um dieser gesellschaftlichen wie historischen Situation gerecht zu werden. Gerecht werden bedeutet, dass Menschen nicht moralisch oder sonstwie für den Wandel der Beziehungen und Verhältnisse veruerteilt werden. Alles kann und alles darf zu Ende gehen. Und genau darauf muss man verständnisvoll reagieren. Ein falscher Freund wird auch seine Gründe gehabt haben, falsch gewesen oder geworden zu sein. Wir müssen um der Menschlichkeit willen, menschlichen Verhältnissen ihre moralisierenden Dramatisierungen nehmen. Sehr, sehr Vieles im Leben kann und muss jenseits von Gut und Böse verhandelt werden. Erst recht in der Politik. Aber von dieser Reife sind wir nicht nur weit entfernt, ich fürchte, wir entfernen uns davon immer mehr. Ob "fake friends" oder "falsche Freunde" - solche Wendungen dürfen nicht zu moralischen Verurteilungen dienen.

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Du solltest mich auf eine Tour durch dein Herz mitnehmen

Mein Herz ist keine Touristenattraktion!

1000€ jeden Monat für ein Jahr oder 10000€ sofort?

In der momentanen Situation alles sofort. Wer weiß, ob wir in zehn Monaten überhaupt noch existieren!

Bild von dir bitte

Aber nein! Nicht doch! Nicht, dass ich keine Bilder von mir veröffentlichen würde, aber heute ist mal wichtig, dass du dir selbst ein Bild von mir machst, weil du einer Lesung von mir in Dortmund auf facebook folgen kannst. Da siehst du mich in Action und machst dir selbst ein Bild von mir und gemeint sind jetzt nicht Screenshots!
https://www.facebook.com/watch/ChancenRaum103

Greifen wir mal etwas vor: «Sie hatten sich also zwar von der Stadt entfernt aber nicht von menschlichen Siedlungen» wird es gleich in SOKRATES heißen. Von dieser Vaterfigur der Philosophie wird gesagt, er habe die Philosophie von den Sternen in die Städte geholt. Folge 536:

Klugdiarrhoe’s Profile PhotoUri Bülbül
Marianne Annieux und Alfred Ross waren schon über zwei Stunden unterwegs. Libreville lag hinter ihnen, die ärmeren Vororte mit notdürftigen Behausungen, Hütten, Baufragmenten ebenfalls. Und bald auch die asphaltierte Straße, die Marianne verließ. Ross machte ein Nickerchen neben ihr und schreckte erst durch ein Schlagloch auf, als ein Ruck durchs Auto ging. «Gut geschlafen?», fragte sie lächelnd. Er sah sich in der Landschaft um und schaute sie dann hilflos fragend an. Seine Kollegin aber schien sich nicht verfahren zu haben, wirkte ihrer Sache sicher und steuerte den Wagen über den holprigen Weg. Er wäre über ihre Pläne gerne eingeweiht gewesen, aber im Grunde war es auch nicht wichtig, da er sich außerstande sah, Verbesserungsvorschläge zu machen. Und sie nach den Plänen zu fragen, schien ihm ein Zeichen der Schwäche zu sein. Diese Blöße wollte er sich nicht geben. Es gab auch andere Menschen außer ihnen auf der Straße, sie fuhren Fahrrad, gingen zu Fuß oder saßen auf Ochsenwagen; in einiger Entfernung ließ ein Hirtenjunge Ziegen auf dem Feld grasen. Sie hatten sich also zwar von der Stadt entfernt aber nicht von menschlichen Siedlungen. Als die Inspektorin bemerkte, dass ihr Kollege wach und in Gedanken war, begann sie zu sprechen: «Ich habe einen Freund, er ist Hubschrauberpilot und lebt in einem Dorf etwa noch drei Stunden von hier; er versorgt mit seinem Hubschrauber die Dörfer der Gegend mit Medikamenten und Bedarfsartikeln, macht Krankentransporte und Postflüge usw. Mein Plan ist, mit ihm aus dem Land zu fliegen. Er soll uns an geeigneter Stelle im Kongo absetzen und wir schauen, dass wir von dort weiter kommen. Wenn wir hier direkt mit einem Verkehrsflugzeug aus dem Land fliegen wollen, haben sie uns schnell. Also müssen wir versuchen, uns den Kontrollen zu entziehen.» Ross seufzte. Sie hatte recht und sie kannte sich aus. Er war in einer finsteren Kiste halb betäubt in eine fremde Welt gebeamt worden und konnte froh sein, noch am Leben zu sein. Alles andere musste sich ergeben. Nur er, er wollte sich nicht ergeben. Er war fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Aber welcher Sache nur? «Warum tust du das für mich?», fragte er. «Ich tue es nicht für dich!», versetzte sie. Er spürte einen Stich im Herzen. «Ist ein Auftrag, eine berufliche und womöglich interessante Chance für mich. Außerdem darfst du nicht vergessen: ich bin Polizistin!» «Sag bloß: du möchtest Wahrheit und Gerechtigkeit!» Natürlich hörte sie die Verbitterung in seiner Stimme und diese schien nicht neu in ihm entstanden zu sein. «„Wahrheit und Gerechtigkeit“», wiederholte er mehr für sich als für sie und gewiss nicht, um sich lustig über sie zu machen, vielmehr war er nachdenklich, als wären dies nicht seine Ziele gewesen. Und tatsächlich das sprach er dann auch aus: «Ich war für Recht und Ordnung! Den Rest macht die Justiz, dachte ich», fügte er pausierend hinzu. «Und?», fragte sie. «Ist nicht!», brummte Ross.

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Sollten gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen?

Ich kann selten eine Frage eindeutig mut Ja oder Nein beantworten, oft gibt es Grauzonen, man muss abwägen. In diesem Fall ist es anders. Kinder brauchen Schutz, Geborgenheit, eine liebe- und verständnisvolle Atmosphäre, aber auch Freiräume, in denen sie sich erproben und entwickeln können. Warum sollten gleichgeschlechtliche Paare das nicht ebensogut bieten wie vermasseln können, wie es Heteroeltern oft genug tun? Also eindeutig: Ja.

Könntest du dir vorstellen, eine Woche lang vegetarisch o. vegan zu essen?

Ein wahres Überlebenstraining ist das ja nicht gerade. Selbstverständlich könnte ich mir vorstelle, eine Woche vegetarisch oder vegan zu essen. Ich habe es mit Vegan 2017 einen ganzen Sommer lang versucht, ging sehr gut und tat auch sehr gut. Da war ich kurzfristig mit einer Veganerin zusammen und wollte auch wissen, wie sich das anfühlt und ob mir das auch gut tut. Erst war es nicht so, dann aber nahm das Gerede über das Essen und wie gut man doch vegan leben könne, überhand, ohne dass ich es in Zweifel gezogen hätte. Eine dogmatische Komponente blieb nicht aus, was ziemlich nervig war, aber nicht der Grund für das Ende der sommerlichen Beziehung.

Was würdest du auf einem Date anziehen? 🌹

lorenajkp’s Profile PhotoL O R E N A
Ich kann mich nicht erinnern zu besonderen Anlässen je besonders angezogen gewesen zu sein. Bühnenauftritte mal ausgenommen.

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