Ask @Klugdiarrhoe:

Was bedeutet Glück für dich?

Im Grunde ist mein Leben ein großes Glück, ein richtiger Glücksfall mit allem, was mich sowohl glücklich als auch unglücklich macht, mit allem, was mit Freude bereitet und auch Schmerz und Leid. Denn das Unglück hält sich doch in meinem Leben (toi, toi, toi) in Grenzen; keine schlimmen Krankheite, eine wundervolle Förderung und Unterstützung von Seiten meiner Eltern und insbesondere meines Vaters sein ganzes Leben lang. Das ist schon mehr als ein großes Glück. Klar habe ich auch die Neurosen, Ängste und Konflikte meiner Eltern abbekommen, sie haben mich geprägt, geformt, mir ebenfalls Ängste in die Seele eingepflanzt. Aber das gehört zum Leben - kein Leben kann makellos sein; das wäre steril und tot. Manche träumen von dieser Sterilität und idealisieren sie - so nicht ich. Kratzer, Beulen, Wunden und Narben, die man sich holt, sind die Gewürze des Lebens, sofern das "Schicksal" einem nicht ganz übel mitspielt durch Naturkatastrophen, Krankheiten, Hunger, Kriege und ähnlich schlimme Dinge. Von alldem wurde ich verschont. Das bedeutet definitiv Glück für mich. Zudem kann ich meine Lebensweise nach meinem Gusto ausleben, mich fast allen entscheidenden Zwängen entziehen und folge keiner konventionellen Lebensform, sondern genieße mein Künstlerdasein als Literat, Philosoph und Theatermacher. Auch darin jenseits aller Klischees, was wirklich schier an ein Wunder grenzt. Also wenn das kein Glück ist, weiß ich auch nicht, was Glück sein soll.

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Gab es Ereignisse in deinem Leben, die dein Leben total auf den Kopf gestellt haben?

Mein Leben steht auf dem Kopf, steht nicht jedes Leben auf dem Kopf und man denkt nur, man stünde auf den Beinen, dabei ist das die Illusion der Normalität, die tödlich ist für dich, für die Gesellschaft, für mich und für die Welt?

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Wie würdest du deinen Humor beschreiben?

Anja
Ich liebe Ironie, auch und sehr gerne Selbstironie. Am liebsten mache ich spontane Witze aus der Situation heraus. Sogar auf der Bühne. Ich bin ein Comedian, mag keine vorgefertigten Sprüche, da verliere ich den Humor und lache nur aus Höflichkeit, wenn Leute Standardsprüche immer als Witze erzählen und es auch noch toll finden.
Witzig war zum Beispiel ein Interview, das ich mit einer Sozialwissenschaftlerin gefürht habe, die Humor erforschen wollte:
https://youtu.be/EPbWjAvPJlA

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Wann werden die Verlinkungen auf deiner Website wieder funktionieren? Ich würde gerne Der Auftrag lesen.

Was ist das nur für eine schöne Frage? Sie erfreut mich sehr. Da ist jemand, der oder die den Auftrag lesen möchte. Das zählt. Wann die Verlinkungen funktionieren werden, weiß ich selbst noch nicht. Aber du bekommst hier schon mal eine vorläufig funktionierende Verlinkung frisch auf den Tisch:
http://www.uribuelbuel.de/Der_Auftrag.pdf
Und ich hoffe, du meldest dich noch einmal und schreibst etwas zu deinem Leseerlebnis.

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Also würdest du vor dir herstarren anfangen mit dir selber zu reden und immer mehr vereinsamen bis du nicht mehr du selbst bist?

Ich wusste gar nicht, dass Ipod und fünf Lieder mich zu dem machen, was ich selbst bin, so dass ich ohne sie allmählich nicht mehr ich selbst wäre.
Es gibt auf der Insel sicher eine Menge zu sehen, zu entdecken und zu erfahren. Das wäre mir wichtiger als das blöde elektronische Mitbringsel aus der alten Welt.
Außerdem rede ich sehr gerne mit mir selbst. Ebenso gerne wie mit manch einem anderen Menschen, aber ich bin oft doch lieber alleine als mit Menschen, die ich nicht mag und deren Reden ich auch nicht hören möchte.
Aber sinnentleert vor mich hinstarren würde ich nicht, das wäre nur äußerlich so, innerlich wäre ich in Gedanken vertieft und mit mir sehr glücklich und nachdenklich.

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Wie genießt du das schöne Frühsommer- Wetter? ☀️🌷🌳🕶

Ich wollte es dir en detail beschreiben und jetzt werden bald schon wieder die Tage kürzer. Aber ich bin die meiste Zeit im Garten; mein kleines Paradies, wo ich auch gerne über das Paradies und das Leben nachdenke. Hier kann ich aber in der Tat jedes Wetter genießen. Die Gewittertage nun fand ich auch sehr schön.

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Wie diskutierst du? Diskutierst du eher sachlich und ruhig oder wirst du schnell aufbrausend? Kannst du gut zugeben, dass du im unrecht bist oder pochst du bis zuletzt auf dein Recht?

Anja
Oh Herr je, wenn ich ganz ehrlich sein soll, habe ich im engagierten Zustand, in dem es mir nur um die Sache geht, keine Geduld. Die meisten Argumente der Gegenseite kenne ich und kann sie vorwegnehmen, noch bevor die Seite ausgeredet hat, weiß ich nicht nur, was kommen wird, sondern schieße schon meine Gegenargumente ab. Kommt nicht gut. Ich benutze oft auch Fachausdrücke wie Schlagwörter und dadurch entsteht der Eindruck, ich wollte die Gegenseite totschlagen. Wenn ich im Interesse unseres Theaters diskutieren soll, geht es um Diplomatie, Verhandlungsgeschick und Strategien. Da bin ich ganz anders. Aber manche, die mit mir Diskussionen erlebt haben, denken, ich würde immer denselben Stil anwenden - das finde ich ziemlich blöd; es gibt Leute, die müssten mich besser kennen - sie sind aber ängstliche Ignoranten. Ach dabei fällt mir ein, ich kann auch schnell polemisch und beleidigend werden. Haha.

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Wenn du wüsstest, dass du morgen einen Gedächtnisschwund erleiden würdest, welche Erinnerungsstützen würdest du dir heute selbst schreiben?

Wahnsinn! Nichts, gar nichts würde ich schreiben. Weg mit dem Scheißgedächtnis. Und wehe jemand erinnert mich an meine Antworten hier. Ich wäre wirklich sauer, wenn ich es nicht vergesse.

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Vergebene Frau verführen? Ok oder nicht ok? ( Kontext, sie wirkt unglücklich )

Du solltest besser an deinem Frauenbild arbeiten. Die Frage ist wenig relevant, ob sie "vergeben" ist oder nicht, sondern, ob sie sich "verführen" lassen mag oder nicht. Niemand kann gegen seinen Willen verführt werden - auch "vergebene Frauen" nicht. Und Liebe ist immer ein Einverstandensein von zwei Menschen miteinander im emotionalen Sinn. Andere Regeln und Moralvorstellungen dürfen ruhig nach hinten treten. Das tiefe Einverständnis miteinander zählt.

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7x7=

Wolfslyrik-♥ Wolfsgetier^^♥
Kommt darauf an, was die Zeichen bedeuten sollen und wie sie interpretiert werden. Spontan würde ich auf 77 als Lösung tippen. Aber der Umstand, dass ich die Zeichenfolge "7x7=" schon als eine zu lösende Aufgabe interpretiere, verrät schon, dass ich mit dem Zeichensystem vertraut bin. Also lautet die Lösung 49. Aber ich habe die Frage und das Ansinnen dahinter trotzdem nicht verstanden.

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Was beschäftigt dich aktuell am meisten, woran musst du mehrmals am Tag denken?

Diese Frage ist im Moment so intim und greift tief, sehr tief in meine Seele und mein Herz ein, dass ich es nicht beantworten möchte - weder öffentlich noch privat.
Dennoch wollte ich wenigstens so weit ehrlich sein und dir das mitteilen und allen anderen auch, die gerne mit solche und ähnlichen Fragen aufwarten und ich mich wirklich frage, welchen Erkenntniswert hat es für euch?
Liebe Ursula, ich frage dich das auch mal auf deinem Profil, weil ich wirklich gerne eine Antwort darauf häte.

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Else @Erwachsenenstammtisch Du bist schon da, du schwebst unsichtbar zwischen den Zeilen und hast schon zur Landung angesetzt. Unausgesprochenes kündigt dich an, für alle, die zu lesen verstehen ;) SOKRATES Folge 371:

Uri Bülbül
Da Katja Hardenberg es durchaus auch bewusst war, dass die Fragen bezüglich der Personalentscheidung in Sachen Villa, die der Minister gefällt hatte, beim Referatsleiter für Innenrevision Polizei deplaziert waren, beendete sie das Gespräch in ihrem Büro schnell: «Ja, ich werde mich jetzt sofort mit dem Minister in Verbindung setzen. Ihnen danke ich auf jeden Fall für Ihre Mühe, Herr Kollege.» «Sehr gerne, Frau Kollegin. Ich stehe Ihnen in der Sache jederzeit zur Verfügung.» Damit ließ er sie allein. Er konnte sich seinen Teil denken oder es lassen. Er gehörte zu jenen Menschen in der Bürokratie, die es lieber ließen. Wozu sollte man sich unnötig viel Gedanken machen? Ihm konnte nichts passieren, das Ganze hatte mit ihm nichts zu tun, also ließ er es, sich weitere Gedanken zu machen. Katja Hardenberg telefonierte kurz mit dem Vorzimmer des Ministers und war wenige Minuten später persönlich dort vor Ort. Vielleicht war es etwas zu voreilig, vielleicht hätte sie sich eine bessere Strategie zurechtlegen sollen. Das hatte sie aber nun nicht und nun sollten sie auch keine Selbstzweifel plagen, was ihre Sache nur erschweren würde. «Sie können eintreten!», sagte die junge Vorzimmerdame sanft, «Herr Minister erwartet Sie.» Eine junge Germanistin, die in sechs Semestern einschließlich ihrer Bachhelorarbeit ihr Studium „abgeschlossen“ hatte und mit Literatur- und Sprachgeschichte vertraut, die Abgründe der Grammatik erblickt und Eichendorffs „Taugenichts“ gelesen hatte und somit ausreichend für das Leben gewappnet war, das sie nun im Vorzimmer des Ministers führen konnte. Was sie hierher trug, war die enge Freundschaft zum Sohn des Ministers gewesen, den sie in einem Elitecamp während des Abiturs kennengelernt hatte. Der Workshop, den sie besuchten trug den Titel «Gesellschaft und Verantwortung». Katja beachtete die Kleine nicht weiter, sie war in ihren Gedanken schon weit vorausgeeilt und saß schon dem Minister mit übereinander geschlagenen Beinen gegenüber. «Katja, meine Beste!», rief der Minister überschwänglich euphorisch. «Wie war dein Urlaub?» Sie wollte natürlich nicht über ihren Urlaub sprechen und er eigentlich auch nicht. Aber die rhetorische Strategie des Wind aus den Segeln nehmens hat fast jeder Profipolitiker im Fleisch und Blut. Erst einmal harmlose Gesprächsfelder suchen und besetzen und darin die Rede und die Redemacht an sich reißen und sichern und den anderen so wenig wie möglich zu Wort kommen lassen. Dabei die womöglich zurecht gelegte Redestrategie durchkreuzen und das Konzept wirkungslos machen. Katja wusste nur zu genau, dass dagegen vorzugehen nicht einfach war; sie durfte ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren und durfte zugleich nicht allzu fixiert darauf wirken. Mit Charme den Minister umarmen und einen Begrüßungskuss auf die Wange geben, verschaffte ihr kleine Diskursvorteile. Dabei wehte auch ein Hauch von Urlaubswind durch den Raum: «Bombay, um es mal altmodisch zu sagen, ist eine großartige Stadt», sagte sie.

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Warum haben Sie hater? Sie tun doch niemanden was.

Doch, ich schreibe den gemeingefährlichen SOKRATES-Roman und bringe nun sofort die nächste Folge, obwohl ich erst Philomena @Phinaphilo 's Fragen beantworten wollte, die mir sehr am Herzen liegen. Aber die 371. Folge des Romans ist schon geschrieben. Die Antworten für Philomena müssen noch formuliert werden. Finden Sie wirklich, dass ich so viele Hater habe?

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Im Jahre des Herrn 2018 anno domini am 1. Juni ereignete sich in SOKRATES, dem kafkASKen Fortsetzungsroman Folgendes - Folge 370:

Uri Bülbül
Der Kommissar hatte eine zutiefst besorgte Mutter vor sich. Er sah sie hilfsbereit und aufmerksam an. «Wer ist dieser Mann, mit dem Maria gegangen ist? Was macht er und in was wird meine Maria hineingezogen?» «Ich verstehe Ihre Sorge, Anita», erwiderte Hoffmann. «Warum Maria mit Hardenberg mitgegangen ist, kann ich Ihnen auch nicht sagen. Aber wenn es Sie wenigstens etwas beruhigt: Hardenberg gehört nicht zum Rotlichtmilieu und hat auch nichts mit Drogen zu tun.» Nein, er konnte genau sehen, dass Anita Garibaldi davon nicht im Geringsten beruhigt war. Ganz im Gegenteil schienen die Worte des Kommissars Schmerz und Sorge zu vergrößern. Hoffmann kannte auch den Grund: «Haben Sie von Emilia nichts mehr gehört?» erkundigte er sich nach der drei Jahre älteren Tochter der Garibaldis. Es war nun fünf Jahre her, dass Emilia von zuhause abgehauen war. Sie hatte nur einen kurzen Brief hinterlassen, der nur an ihre Mutter gerichtet war: «Liebe Mama, mach dir bitte keine Sorgen um mich. Ich muss hier raus! Ich muss mal etwas anderes von der Welt sehen. Werde mich bald wieder melden. Bitte suche mich nicht. Grüße auch Papa, er soll sich bitte nicht ärgern. Und umarme für mich Maria. Emilia.» Der Brief war polizeilich aktenkundig geworden. Und nun machte sie die zweite Tochter womöglich auf und davon. Aber in der Tat war die Frage auch für Julius Hoffmann nicht ganz uninteressant: warum ausgerechnet mit Niklas Hardenberg? «Kennen Sie diesen Mann, Herr Kommissar?», fragte Anita Garibaldi. Vielleicht konnte dieses Mal seine Antwort die besorgte Mutter etwas beruhigen: «Ja, ein wenig. Er arbeitet für einen Anwalt, mit dem ich ab und an beruflich auch zu tun habe.» Aber die Wirkung war mitnichten die erhoffte: «Oh Gott! Oh Gott!» rief Anita Garibaldi und schlug die Hände über dem Kopf zusammen, was in seinen Augen einwenig zu theatralisch wirkte. In diesem Moment klingelte sein Handy: «Entschuldigen Sie, ist dienstlich», erklärte er sich, bevor er den Anruf seines Assistenten annahm: «Chef, es ist sehr dringend. Leichenfund in der Villa des Doctor Parranoia. Bitte kommen Sie schnellstens dorthin. Sie werden es nicht glauben können!» Hoffmann wollte das Gespräch kurz halten: «Ja, gut. Ich komme. Sind Sie schon vor Ort, Oberländer?»
«Wo ist eigentlich Arthur? Ist er noch immer nicht wieder aufgetaucht? Immer wenn man ihn dringend braucht, ist er nicht da!» Katja Hardenberg fiel es sehr schwer, sich zu beherrschen. Der Referatsleiter der Internen Angelegenheiten der Polizei schwieg. Er war nur der Überbringer der schlechten Nachricht und wollte dafür nicht den Kopf mehr als nötig hinhalten. «Und der Minister hat sofort entschieden?» fragte Katja Hardenberg, als könnte sie nun endlich wieder eine andere und weitaus angenehmere Antwort erwarten. Ihr Gegenüber nickte kurz. «Warum wurde ich nicht zuerst informiert? Und warum wurde ich nicht in die Entscheidung einbezogen?» Diese Fragen mochten ihre Berechtigung haben, aber sie gingen in diesem Moment an den Falschen.

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