Ask @Klugdiarrhoe:

Wie sollte deiner Meinung nach ein Mann sein?

Das ist meiner Meinung nach nicht die Frage. Vielmehr ist die Frage, wie sollte ein Mensch sein. Wie sich Geschlechtspartner ihren Partner wünschen, sollte anderen egal sein; das können die Partner unter sich ausmachen - partnerschaftlich.

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Uri Nachtigall in seinem Zimmer, es ist ein Turmzimmerchen und das ist ihm nicht mal aufgefallen. Basti als Delphin bei den Seeräubern, wo aber sind Philomena und Alice? Siesind den Dingen auf der Spur! SOKRATES Folge 341:

Uri Bülbül
Norbert stach den Spaten in die Erde und sang dabei ein Lied:
«In jungen Tagen ich lieben tät,
Das dünkte mir so süß.
Die Zeit - oh - zu verbringen - ah - früh und spät,
Behagte mir - ah - nichts wie dies.
Doch Alter mit dem schleichenden Tritt
Hat mich gepackt mit der Faust
Und hat mich weg aus dem Lande geschifft,
Als hätt ich da nimmer gehaust.»
Frank Norbert Stein, der Gärtner und Hausmeister der Villa war ein hagerer Mann fast an die zwei Meter groß, etwas gebeugt ging er und seine Gesichtszüge erinnerten an Boris Karloff, der Frankensteins Geschöpf, dem aus den Körperteilen von Toten zusammengeschusterten und ins Leben gerufenen Monster sein Gesicht lieh. Allerdings hatte der Schauspieler glattere Haut und Norbert eher ein zerfurchtes Gesicht mit großen Poren und Pockennarben. Freundlich und warm blickten seine dunkelbraunen Augen. Er hob einen Spaten voll Erde hoch und warf sie wendend wieder auf den Boden zurück und stach erneut, während er die zweite Strophe des Liedes mit gespieltem Zorn wiederholte; dann beim dritten Mal nur die letzten beiden Verse:
«Und hat mich weg aus dem Lande geschifft,
Als hätt ich da nimmer gehaust.»
Und zugleich warf er wieder gewendete Erde vom Spaten auf den entstehenden kleinen Acker. Und gerade, als er wieder von vorne die lustige erste Strophe seines Liedchens anfangen wollte, er wusste gar nicht, woher er es kannte, aus dem Radio oder den Schlagercharts jedenfalls nicht, da bemerkte er, wie jemand in seine Nähe kam: «In jungen Tagen ich lieben tät,
Das dünkte mir so süß...»; er hielt inne und drehte sich um. Da stand Betti mit einem kleinen Hunde... oh nein, jetzt bemerkte Frank Norbert Stein das Unglück: es war ein Wolfswelpen! Fast war es ein kleiner Entsetzensschrei, den Norbert ausstieß, als er ihren Namen rief: «Betti!» Da stand die dünne zierliche Frau vor ihm und sah ihn mit ihren großen Augen freundlich an. «Hallo lieber Norbert! Zwei Dinge habe ich auf dem Herzen und eines davon sogar auf dem Arm und trage es zu dir.» Norbert blieb gelassen lächelte sie an, die zu ihm empor sah, da sie deutlich kleiner war als er. «Was hast du denn da für einen Welpen?» fragte er. Betti erleichtert, dass er die Problematik sofort erkannte, kam auch ohne Umschweife zur Sache: «Lara und ich haben diesen Wolfswelpen ganz alleine und hilflos im Wald gefunden; ihm wäre bestimmt noch etwas zugestoßen, da haben wir ihn mitgenommen. Aber, und da komme ich schon zum anderen, Lara und ich werden gleich abreisen. Es wird für uns Zeit, wieder nach Hause zu fahren. Da können wir uns nicht weiter um das Tierchen jetzt kümmern. Da wollte ich...» Norbert nahm ihr den Wolfswelpen aus der Hand. «Gib mal her!» Als Norbert das kleine Wesen hoch zu sich hob, konnte ihm unmöglich entgehen, dass die grau grünen Augen des Welpen gefährlich und bösartig leuchteten. Das Niedliche verschwand für einen Augenblick und er sah das Schauderhafte. Nun war der Gärtner und Hausmeister aber nicht der Ängstlichen einer.

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Warum nur bis 219?

Ich habe die Folgen, damit man den Roman als Fließtext online lesen kann auf bisher zwei Google-Dokumente verteilt. Ich dachte, zwei Bände gehen problemlos in ein Goolge-Doc, bevor dann bei Leuten mit etwas schlechterer Internetverbindung das Netz zu langsam und das Dokument zu groß wird. Der zweite Band des SOKRATES-Romans hört mit der Folge 219 auf und der dritte fängt mit 220 an. Der Link zum Dokument ab 220 ist an der Seite bei meiner Profilbeschreibung hier zu finden - wirklich kaum übersehbar. Wer keine Lust hat, die Bücher zu kaufen, kann also auf Google-Docs den Roman verfolgen. Jede veröffnetlichte Folge wird auch in das Dokument eingefügt. Und in etwa einem Jahr erscheint dann das 4. Buch des kafkASKen Fortsetzungsromans SOKRATES, worin Leute mitwirken können, wenn sie sich freundlich und kreativ und intelligent an mich wenden. Gerade aber an der Intelligenz mancher Mitwirkungsangebote durfte ich bisher zweifeln, weshalb ich sie gar nicht oder nur wenig beachtet habe. Dafür gab es aber auch Personen, bei denen ich angefragt habe, ob ich sie in den SOKRATES-Roman einbauen darf. Zu diesen Personen gehört auch meine Gartennachbarin Ilona, die bald auch eine Rolle im Roman bekommen wird. Aus dramaturgischen Gründen braucht so etwas manchmal eben auch seine Zeit.

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Was hast du in deinem Leben schon alles versäumt?

Simona
Nicht umsonst stand über dem Eingang des Orakels zu Delphi «Erkenne dich selbst!» Ja, ich habe es versucht und habe nach Jahrzehnten des Versuchens das Gefühl, ich habe es wirklich versäumt mich zu erkennen. Das ist ein großes Versäumnis und zugleich frage ich mich, ob ich es hätte je früher schaffen können, oder ist es nicht vielmehr so, dass man sich immer wieder neu erkennen muss, weil man sich auch verändert. Und jede Veränderung, jede Begegnung wieder eine neue Herausforderung zur Selbsterkenntnis ist.
Damit meine ich übrigens keine subjektivistische Nabelschau. Niemand erkennt sich selbst, der Nabelschau betreibt; denn der Kontext der Welt, worin man sich befindet gehört unbedingt zur Selbsterkenntnis dazu, so dass man sagen muss: Ohne Welterkenntnis keine Selbsterkenntnis.
Aber alles wandelt sich und fließt, alles verändert sich und verlangt immer wieder Neubestimmungen und Neuorientierung.
Was also habe ich im Leben schon alles versäumt? Nicht dass es am Ende heißt, ich habe versäumt zu leben.

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Wie viel Zeit verbringen du täglich am Telefon?

Ich nix verbringen Zeit am Telefon :)

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Wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil? :3

Das Ziel war ja alle drei Tage eine neue SOKRATES-Folge zu veröffentlichen. Ich setze meine Ziele etwas höher, damit ich, wenn ich sie nicht ganz erreiche, immer noch halbwegs ordentliche Ergebnisse habe. 340 Folgen SOKRATES seit dem 02. Januar 2014 sind schon nicht schlecht. Drei Buchbände sind es bisher geworden und alle kann man im Buchhandel bestellen und kaufen. Anfangs wollte ich ja eine Folge pro Woche, dann habe ich die Veröffentlichungsfrequenz erhöht und komme knapp an meinem Ziel mit den drei Tagen vorbei geschossen, würde mal sagen, auf 1,5 Folgen pro Woche. Die letzte Folge erschien ja am 17. November 2017, heute also wäre der nächste ideale Veröffentlichungstag für die Folge 341. Ich will aber auch einige Fragen beantworten und gegen Abend die Folge 341 frisch fertiggeschrieben hier auf ask ins Netz setzen.
Langer Rede kurzer Sinn: der nächste Geschichtenteil kommt heute abend.
Und hier kann man die ersten Folgen bis 219 nachlesen:
https://docs.google.com/document/d/1O_cvvRp7qIerpzTciSZn3vyfhoTfmjkJIdMeghAcPQs/edit?usp=sharing

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Stell dir vor,du wärest nachts alleine im Wald. Du hattest Spätschicht und erst um 1 Uhr nachts Feierabend. Du freust dich aufs Bett. 500 Meter vor deiner Haustüre raschelt es im Busch,und du siehst eine silberne Waffe aufblitzen. Was tust du? 🙈🙈🙈🙉🙉🙉🙊🙊🙊

Wolfslyrik-das süße Wölfchen♥
So was würde ich meiner Frau erzählen, wenn ich verheiratet, wäre, dass die Spätschicht bis nachts um 1.00 Uhr geht, damit ich mit den Spätschichtmädels noch einiges unternehmen kann. Aber wer will schon eine Frau, die nicht weiß, wann die Spätschicht endet? Ich jedenfalls nicht.

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He Uri, kannste zu na Furie werden? Bei was und wie? Will dich ärgern.

Netter Jesus eigentlich
Hey Alder, find selbst heraus, wie du mich ärgern kannst. Ich werde es Dir nicht so leicht machen, wie du es gerne hättest.

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Du Uri, verrate doch mal wer immer dieser Sokrates ist. Kenn nur den Sokratis von Dortmund, Dikker.

Netter Jesus eigentlich
Ja, der alte Sokrates, war mit Xantippe verheiratet, die als eine Furie und ein Drachen in die Geschichte eingegangen ist. Aber ist ja nur eine alte antike Legende. Vielleicht war sie auch ganz nett. Ihr Mann von beruf Steinmetz lungerte lieber mit jungen Leuten herum und philosophierte in den Tag hinein. Berühmt wurde er, als er, um eine Weissagung des Delphischen orakels zu prüfen, er sei der weiseste unter den Menschen, was er nicht glauben mochte, in Athen umherzog und Leute in Gespräche verwickelte, ihnen Fragen stellte und leider nachwies, dass sie nicht so viel wussten, wie sie zu wissen meinten und vorgaben. So zog er eine Menge Ärger auf sich, bis ihm die Athener den Prozess machten. Er angeklagt, die Jugend zu verführen und Gotteslästerung zu betreiben, hielt noch eine große Verteidigungsrede, wurde für schuldig befunden und hielt noch einmal eine große Gesprächsrunde mit seinen Schülern ab, worin er von der Unsterblichkeit der Seele sprach und dass Unrecht leiden besser sei als Unrecht zu tun, denn im ersten Fall nehme die Seele einen Schaden, im zweiten nur der sterbliche Körper. Deshalb schlug er auch den Vorschlag, aus Athen zu fliehen ab, blieb in der Stadt und trank sein vom Henker überreichtes Giftbecherchen, den Schierlingsbecher. Da war er 70 Jahre alt. In der Philosophiegeschichte ist Sokrates der Wendepunkt von naturbetrachtender Philosophie zu einer, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, weshalb Cicero über Sokrates schrieb, er habe die Philosophie von den Sternen (Astronomie) in die Städte unter die Menschen gebracht.
Das muss so ungefähr 2500 Jahren gewesen sein.

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Ja, da habe ich eine wichtige Frage von @Gehirn_Zelle beantwortet und schon verschwand sie von ask - was natürlich eher ein Zufall ist, denke ich. Und hoffe, dass sie wieder kommt. Ich blicke jetzt mal auf Basti und die Seeräuber in SOKRATES Folge 340:

Uri Bülbül
Sie hatten sich nicht kampflos ergeben. Dann mit einem Schlag Stille und eine junge Frau mit dunklen und ein großer kräftiger Mann mit dunkel blonden Haaren standen neben ihm. «Tja, Magister Wigbold – so naht das Ende» sagten sie. Magister Wigbold war der Studierte unter ihnen, lange ein verbummelter Student, ein Saufbold und Kneipenschläger, ein wilder Draufgänger und immer zu allerlei Späßen aufgelegt. Seinen Magistertitel aber erwarb er weniger an der Universität als durch seine profunden Kenntnisse in Juristerei und Theologie bei den Seeräubern. Der Kapitän und er hatten sich bei einer Kneipenschlägerei kennengelernt, als der Wirt dem wütenden Kapitän mit dem Bierkrug eins von hinten überziehen wollte und Magister Wigbold dazwischen ging. Wigbolds kräftiger Fausthieb warf den hinterhältigen Wirt um und der Kapitän bedankte sich bei dem Magister mit einem Fäßchen Bier. All das war in Wigbolds und in des Kapitäns Gedächtnis, was Wigbold nun als Maat in Händen hielt, präsent, aber wie es dazu kam, dass sie letztlich in diesen Gewässern mit sprechenden Delphinen umherschifften, und der Kapitän seinen Kopf abnehmen konnte wie einen Hut, daran konnte sich niemand erinnern. Die dunkelhaarige Schönheit stellte sich ihnen als Nadia Shirayuki vor. Der blonde Hühne nannte seinen Namen nicht. «Was für ein Ende?» fragte der Student der Theologie und der Jursiterei. «Gute Frage, gute Frage!» schrie der Delphin und kicherte: «Ja, ist denn die Seele nicht unsterblich?» «Wo bist du nur mit deinen Gedanken!» brummte der Kapitän und nahm Magister Wigbold den Kopf wieder aus der Hand, um ihn sich auf den Hals aufzusetzen. «Wenn dieses Mistding nur nicht so locker säße!» «Ja, ja, das bringt unsere Profession so mit sich – leider! Da rollt die Rübe schneller als man denken kann! Recht ist es nicht, aber der eine hat die Paragraphen und den henker auf seiner Seite und der andere gegen sich. Und der liebe Gott, ja der schaut zu – was der Menschensohn wohl so treiben mag!» «Du bist der Magister, du musst es wissen!» brüllte der Kapitän. Und Basti sprang als Delphin hoch in die Luft und ließ sich wild aufs Wasser klatschen. Und beim Auftauchen sang er: «Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld. »
Die Seeräuber jubelten über das Wunder des sprechenden Delphins, der auch so wunderschön singen konnte. Und Basti rief ihnen zu: «Hey, Leute! Ihr wundert euch zwar über mich, aber ich lebe in der Zwischenwelt der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen!» Der Kapitän hatte dies auch gehört, drehte sich fragend nach Magister Wigbold um: «Was will er uns damit sagen, Magister?» Der Maat legte seine Stirn in Falten. «Ja, wenn ich das mal so genau wüsste! Ich glaube, das kann so allerlei bedeuten, was er uns damit sagen möchte. Die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ eine Coincidentia Oppositorum», brummte Magister Wigbold bedeutungsvoll. «Koinz... was?» brüllte der Käptn.

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Wenn du die Macht hättest, ein Gesetz zu erlassen, welches wäre das?

Du hast einen Grundkurs in Demokratie ganz offensichtlich dringend nötig!
Gesetze werden nicht erlassen, sondern vom Parlament per Mehrheitsbeschluss verabschiedet. Und ich habe keinerlei Interesse daran, unser demokratisches Rechtssystem durch eine Diktatur zu ersetzen, in der man Gesetze erlassen kann.
Ich will keine Macht für niemand!

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Apored der Echte

Phønix aus dem Aschenbecher
Ich bin der einzige Wahre und Echte, alles andere ist fake eines bösartigen Geistes, der mich immer nur täuschen will. Aber er kann mich täuschen, so viel er will, solange er mich täuscht, weiß ich, dass ich existiere: Cogito ergo sum *-*

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Hand aufs Herz: Wer interessiert sich wirklich für Aporeds Ansagen bei jedem Videoanfang, in denen er verkündet, welchen Pullover er gerade trägt?

Phønix aus dem Aschenbecher
Who the f*** ist Apored?

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Eine „Schreibblockade“ würdest du wie definieren, in ihrem Wirken erläutern und bildlich wiedergeben?

Vanity
Meine Erfahrung in Sachen Schreiben hat mich gelehrt, dass Schreibblockaden nicht existieren und jemanden am Schreiben hindern wie z.B. ein Wadenkrampf jemanden plötzlich am Rennen oder Gehen hindert, der an sich schon natürlich gehen und rennen kann.
Es ist eine Selbsttäuschung, zu glauben, nur weil man eine Idee für eine Geschichte im Kopf hat oder etwas erlebt hat, was man für interessant genug hält, es zu Papier zu bringen, man deshalb schon dies auch schreiben kann.Schreiben ist eine Kunstform. Es erfordert Technik, Training und Talent. Die sogenannte Blockade tritt auf, wenn sich die Kluft zwischen Idee und Können auftut. Denn das Lesen hat uns bestimmte ästhetische Maßstäbe durchaus gelehrt, so dass die meisten erkennen können, dass ihr eigener Anspruch an einen guten Text und die Realität ihres Textes sich nicht decken. Dann beginnt die Ratlosigkeit, denn man lernt im Grunde nicht in der Schule, wie man Literatur produziert, sondern immer nur wie man Literatur analysiert und interpretiert. Das aber ist keine ausreichende Grundlage für das Schreiben.Daher muss das Problem der "Schreibblockade" anders angegangen werden: man muss Techniken des kreativen Schreibens erlernen.
Bildlich ist für eine "Schreibblockade" sicherlich das weiße Papier virtuell im Textprogramm sehr passend.

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Unlängst erhielt ich die Frage, ob ich denn von dieser Welt sei. Nein, ich glaube nicht; denn warum sonst würden mich Geschichten interessieren wie diese: SOKRATES Folge 339:

Uri Bülbül
«Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.»
Uri Nachtigall hing immer noch an der ersten Strophe des Hohenliedes, noch immer bei der klingenden Schelle und dem tönend Erz. Ohne Liebe ist alles Nichts und er ein Niemand. Er aber hatte die Liebe nicht gefunden. Bei keiner Frau und in sich selbst erst recht nicht. Die größte ist auch die Abwesende, dachte er traurig. Es wäre für ihn besser, sich nicht so sehr abzukapseln. Vielleicht sollte er wieder nach Hause fahren, in sein Theater gehen und zu seinem Leben zurückfinden, was er nicht „sein gewohntes Leben“ nennen wollte. Denn es war nicht gewohnt. Er hatte schon fast den Grund vergessen, warum er überhaupt in die Villa gekommen war. Ja, Ayleen hatte es ihm empfohlen, sich mit dem @DoctorParranoia in Verbindung zu setzen. Aber diese Verbindung war gescheitert und er hatte ihn nicht angetroffen. Dafür andere Menschen, Wesen, Charaktere. Wie nur sollte man das bezeichnen? Und dann diese beiden Bücher, die ihm keine Ruhe ließen. „Der sprechende Delphin“ und „Die Paradiesologie“. Beide Bücher sollte er geschrieben haben, auf dem Klappentext sein Bild, seine Biographe in Kürze, aber er war nicht der Autor. War ein Betrüger mit seiner Identität unterwegs? Und war das womöglich auch der Grund, warum er verhaftet worden war? «Ja, das habe ich schon geahnt. Das ist doch kein ganz neuer Gedanke!» sagte er laut in den Raum und erschrak, in der Stille seine Stimme zu hören. Schnell verstummte er wieder und dachte leise bei sich: «Die halten mich doch für verrückt, wenn ich Selbstgespräche führe!»
Die Seeräuber auf der „Bunten Kuh“ lachten und grölten, erfreuten sich an Bastis Luftsprüngen und Pirouetten, an seinem wilden Delphingekicher und an seinen Schreien, die er lustig ausstieß. «Ja, das ist ein feiner Begleiter zur See, wie man es sich nur wünschen kann!» riefen sie. Der Kapitän stellte sich neben seinem ersten Maat, nahm seinen Kopf vom Hals und befahl: «Halt mal diese Rübe, die mir zu früh abgenommen wurde! Am liebsten hätte ich euch alle gerettet aber statt dessen sind wir nun hier gelandet, wo dieses Hier auch sein mag! Niemand weiß es und wir irren herum.» Der Maat nahm vorsichtig den Kopf des Kapitäns, etwas unbeholfen war er damit. Er verstand auch nicht so recht, warum er den Kopf halten sollte. Aber mit einem „Eye, Eye, Käptn“ nahm er den Kopf. Er hielt ihn so, dass der Kopf noch etwas sehen konnte von dem Spektakel, den die Mannschaft belustigt durch Basti veranstaltete. «Meine untoten Freunde! Ihr lebt im Land der Geschichten und Legenden und ihr seid unsterblich! Das möchte ich mit euch feiern!» rief Basti, der sprechende Delphin. Und der Käptn winkte ihm wild zu, weil der Maat den Kopf vorsichtig und aufmerksam in die richtige Richtung hielt. «Wir sind also unterblich geworden», murmelte der Maat bei sich, der auch gerne verstanden hätte, was passiert war, seit sie von den sogenannten „Friedeschiffen“ aufgebracht worden waren.

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Warum schreiben wir derzeit so selten?

КГБ -ErzieherKäng
Es hat sich ein gewisser Schreibrhythmus auf ask durchaus entwickelt in den vier Jahren, in denen ich hier bin. Er ändert sich natürlich auch etwas, je nachdem, was ich sonst noch für Interessen und Herausforderungen in meinem Leben hinzu bekomme.
Den Spätsommer bis Herbst war ich mit Büchern und Buchpublikationen beschäftigt, es sollte ein neues Künstlerteam entstehen, der Vertrieb sollte neu aufgebaut werden, alles, alles sollte besser werden und ich vernachlässigte sowohl das Theater als auch ask ein wenig, um einen guten Start mit dem Schreibhaus und mit der Buchmesse zu haben: neue Kontakte sollte es geben und vielleicht sogar ein tatsächliches Schreibhaus.
Dann machte es Peng und der ganze Traum zerplatzte wie immer am Irrsinn der Kunstwelt, der Künstler und ihrer Probleme einen pragmatischen zugang zu ihrem Handeln zu finden und ihre Handlungen und Planungen auch danach auszurichten.
Der Herbst hätte sehr traurig und trist werden können, aber eine wundervolle und überraschende Wende im Leben erfüllt mich nun und alles ist viel, viel schöner als schön. Es ist tatsächlich paradiesisch. Und mehr kann und will ich hier gar nicht ausbreiten.
Der Garten hat sich in Herbst gehüllt. Ich habe angefangen die Bäume zu beschneiden und habe dort eine Menge zu tun. Es bleibt alles sehr spannend und bewegt und bewegend.
Aber manchmal ist auch eine paradiesische Umbruchsphase von Panikattacken begleitet und schön, wenn man dann plötzlich sich in Liebe aufgehoben fühlen kann. Das Leben überrascht mich immer wieder aufs Höchste.

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Bist du manchmal ein Gartenzwerg?

Ja, ich bin der, der hinter dem Hund umgefallen ist und wie von einer Flasche erschlagen da liegt. War ein harter Winter und nur eine Flasche Rum für jeden. Dann im Frühjahr zu spät vom Winterschlaf erwacht und obendrein verkatert. Und nun könnte ich mich bald wieder schlafen legen. Schick mir mal zwei Flaschen Rum dieses Jahr.

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Bist du Freund oder Feind der Melancholie?

ialociN
Die Melancholie trifft mich und ich neige manchmal dazu; besonders in Verliebtheits- und Liebesmomenten werde ich gerne melancholisch; aber sie ist auch eine Gratwanderung an einem Abgrund. Bisher fand ich den Weg immer zu meiner inneren Balance zurück. Aber wird es immer so sein? Werde ich immer wieder aus der Melancholie, die mich manchmal zu würgen und zu erwürgen droht, herausfinden zu meiner frohen Gemütslage? Das kann ich natürlich nicht mit Sicherheit beantworten. In wohldosierter Form öffnet mir die Melancholie das Herz für weitere und sinnliche Empfindungen der besonderen Art. Hier und da muss ich laut seufzen. Und manchmal versuche ich durchzuatmen, und manchmal gelingt es und manchmal würgt mich ein Stein auf der Brust bis zum Hals. Ich schwanke zwischen Wehmut und Glückseligkeit und frage mich, warum ich manchmal nicht einfach glücklich sein und den Zustand genießen kann. Eine Antwort darauf finde ich nicht. Auf die wichtigsten emotionalen Dinge finde ich keine Antwort. So bleibe ich ein Subjekt mit Fragwürdigkeiten. Aber nein, ich werde mich auch gegenüber der Melancholie in kein Freund-Feind-Schema pressen lassen.

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Fährst du gerne Achterbahn?

Oh, diese Frage lässt sich nur schwer mit Ja oder Nein beantworten. Ich habe Höhenangst und der rasende freie Fall fast auf Schienen, macht mir Höllenangst. Aber wenn ich all meine Ängste, die ich zuvor aufgebaut habe überwinden kann und es losgeht und das Befürchtete noch schlimmer zur Realität wird, beginnt auch das Kribbeln und nach den ersten beiden rasanten Abfahrten, denke ich, ich habe das Schlimmste hinter mir und es macht Spaß und dann der Auslauf. Mansteigt aus wie berauscht und betäubt. Hat man es wirklich überlebt? Oder ist man ein anderer geworden?

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Was hältst du für eine Beziehung für wichtiger, Hingabe oder Leidenschaft? Weshalb?

Vanity
Leidenschaftliche Hingabe und Hingabe an die Leidenschaft.
Aber mir wird mulmig, wenn ich das schreibe, denn es gibt so viel Leidenschaft, die Leiden schafft. Es müsste Liebe sein und alles müsste aus Liebe geschehen und Liebe setzt immer voraus, dass man den anderen in seinen Eigenarten wahrnimmt und liebt, in seinen Bedürfnissen und in seinen Gefühlen. Dann könnte man sich auch der Leidenschaft hingeben. Sonst wird die Hingabe zur Leidenschaft zu einem egomanen Trip. Dies kann zufällig mit dem anderen harmonieren, dann denkt man, man liebt sich in der Beziehung, obwohl man immer nur sich selbst wahrnimmt. Das kann aber auch böse schiefgehen, weil der andere nicht wahrgenommen und vielleicht leidenschaftlich überrolt und verletzt oder gar vernichtet wird.
Menschen ohne Liebe können toxisch sein. Also Vorsicht bei Hingabe und Leidenschaft.

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Würdest du gerne die Apple Watch haben?

Nein, ich glaube, die Apple Watch steht für die Absurdität technischer Überzüchtung.
Es war schon längst höchste Zeit, dass wir uns fragen: wieviel Technik brauchen wir tatsächlich und wo genau in unserem Leben?
Aber diese Frage zu stellen und für uns zu beantworten, haben wir versäumt.
Jedes Individuum stellt sie sich vielleicht, vielleicht auch deshalb, weil es sich diese Frage auch aus ökonomischen Gründen stellen muss. Was genau kann man sich leisten? Wofür nimmt man Kredite auf? Und worauf muss es verzichten?
Aber im Grunde ist diese Frage, die man sich gesellschaftlich und politisch stellen müsste, nie gestellt worden. Es gibt eine Produktionsanarchie im Kapitalismus; alles, wovon man sich verspricht, dass man es den Leuten leicht andrehen kann, wird hergestellt. So aber ist der Mensch weit davon entfernt in Vernunft und Verantwortung tatsächlich ein zoon politicon zu sein.

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Das Verschwinden der Menschen ohne Abschiede in einfachem Schweigen. Der Roman aber kann auch eine Utopie des Abschieds sein: SOKRATES Folge 338:

Uri Bülbül
Zerstückelt, fragmentiert, zerfahren-«jetzt erkenne ich's stückweise» wie «durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort»! Ja, so war es, ein dunkles Wort, ein Abgrund, in den er schaute, ein Loch, macnhmal malte er sich aus, dass es ein Fenster war in eine absolute Finsternis. In seinem Zimmer gab es Licht, aber draußen, wenn es je ein Draußen gab, gegeben haben sollte oder geben könnte, was für ihn nicht immer gleich wahrscheinlich schien, war da Finsternis. Und er ein Stückwerk in einem Kämmerchen, in einer Zelle, in einer kleinen Wohnung oder eben in der Unterbringung in einer wie auch immer gearteten Villa, eine Psycho-Villa, ein Sanatorium oder ein Irrenhaus. Seine Nase schmerzte wieder. Er dachte an seine Kindheit und immer war da irgendwo eine Schreibmaschine. Und nun sollte er verhaftet sein; das hatten ihm die beiden Beamten unmißverständlich zu verstehen gegeben: Eine junge Frau, kaum dreißig, sehr hübsch, er war beeindruckt vom ersten Moment an. «Wie sind Sie hier herein gekommen?» hatte er gefragt. Er stand unter der Dusche, hatte Seife auf dem Kopf und nun auch in den Augen, weil er sie vor Erstaunen und Schreck so weit aufgerissen hatte. Aber die blonde Frau wirkte sanft, ihre Augen wie das Mittelmeer von einer griechischen Insel aus betrachtet, hell, sonnig leuchtend, strahlend und funkelnd, dass der ganze Schreck verschwand und ihn euphorisierte bis zur Übermütigkeit. Die Frau machte keinerlei Anstalten, sich wegzudrehen oder das Bad zu verlassen. Statt dessen hielt sie eine Scheckkarte in die Luft: «Damit». Was er aber für eine Scheckkarte gehalten hatte im ersten Moment war ihr Dienstausweis: «Kriminalpolizei: Kommissar Johanna Metzger». Sah sehr offiziell aus, authentisch, ein Landeswappen unverkennbar symbolisierte die Staatsmacht. Ihre Augen, die er jetzt sah, obwohl er es lieber gehabt hätte, wenn sie sich umdrehte, waren mindestens so schön und angenehm wie ihre Stimme. «Ich würde mich jetzt gerne abtrocknen», brachte er hervor über seine eigene Souveränität auf den Schreck hin überhaupt noch sprechen zu können, selbst überrascht. Sie reichte ihm ein Handtuch.
«Lass uns zusammenpacken», sagte Betti. Das kleine Wölfchen, was sie mitgebracht hatten, seine funkelnden Augen, beunruhigten sie, wie sie ebenso durch die fehlende Nacht in Laras Erinnerung beunruhigt war. Nein, dieser Ort mißfiel Betti. Einiges war durchaus interessant gewesen und auch die Begegnungen hatten ihr gefallen, aber ihre Welt war das nicht. Und auch Laras Welt schien es nicht zu sein, ganz im Gegenteil, womöglich brachte diese Welt Lara sogar in Gefahr. Entschlossen hob Betti das Wölchen hoch, es fühlte sich in ihrem Arm wohl. Sie konnte gut mit Tieren umgehen. «Ich bringe es zu Norbert. Er wird sich sicher um das Tierchen kümmern», sagte sie. Lara hörte nur mit halbem Ohr zu, sie war schon damit beschäftigt, den Schrank aus- und ihre Tasche einzuräumen. Prüfend auf ihre Bewegungen warf Betti einen Blick auf ihre Tochter. Keine Spur vom Ohnmachtsanfall.

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Inspiriert durch eine Antwort von @phelinemalou wollte ich euch mal fragen, welches eurer Meinung nach der wichtigste Grundgesetzartikel ist? -> https://ask.fm/phelinemalou/answers/144537146744

Simona
Sicherlich ist der Verfassungskern des Grundgesetzes, also die ersten 20 Artikel, wie auch der von @phelinemalou zitierte Artikel das Wichtigste am Grundgesetz. Darunter finde ich auch besonder bemerkenswert: Art. 14 Abs.2: «Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.» Hier gehen Verfassungsanspruch und gesellschaftliche Realität weit auseinander. Und wichtig ist, dass eine Enteignung möglich ist, wenn sie gesetzlich geregelt wird.

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Hast du Matura/Abitur?

LunaLovegood
Alles bürgerlicher Bockmist, aber ja, dafür habe ich das Studium abgebrochen.

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Ich habe das Gefühl, dass du sehr viel Energie in dieses (Unrechts-)System steckst, das dich letztendlich nur als billige Arbeitskraft ausbe.uten will und dir, nicht mehr zu bieten hat als Altersarmut. Wie ist dein Eindruck?

Simona
Ich habe den Eindruck, dass du in blindem Aufklärungswahn deine Fragen verschickst, ohne mich und meine Gedanken wahrzunehmen.
Du bist so für mich eine ask-Agitatorin ohne wirklich revolutionäres Potenzial, denn dazu gehört unbedingt, dass man die Menschen und ihre Meinungen wahrnimmt, die man belehren oder aufklären möchte.
Das hat auch etwas mit humanistischem Respekt zu tun.

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About Uri Bülbül:

Uri Bülbül, geboren 1963, schriftstellernd-philosophierender ask-User mit Hang zum Theatralischen und zur Polemik. Und Autor des fundamental-kafkASKen Fortsetzungsromans SOKRATES
www.schreibhaus.de/SOKRATES-Linkregister.pdf