Ask @Klugdiarrhoe:

Casablanca: Rick's Café - eine Reise in die Vergangenheit in einem melodramatischen Spielfilm um Politik, Hoffnungen und Liebe, wohin sich Philomena und Alice @Gehirn_Zelle begeben. SOKRATES Folge 346:

Uri Bülbül
Der gepanzerte Mercedes der deutschen Botschaft in Rabat erreichte Casablanca; fast blind und ohne Navigation steuerte der Fahrer schweigend Rick's Café an. Auch die beiden Frauen im Fond waren schweigsam und hingen ihren Gedanken nach. @Gehirn_Zelle hatte keinen konkreten Ansatzpunkt, der ihr eine logische Erklärung dafür ermöglichte, warum Philomena ausgerechnet in Rick's Café ihre Recherchen vor dem Flug nach Gabun führen wollte. Es gab auch keinen Anhaltspunkt, der den beiden Frauen versprach, dass sie hier die suspendierten Piloten der Maschine treffen konnten, in der Marcellus Adonis Narrat mit der jungen Luisa Metzger davon geflogen war. Philomena plagten derlei Zweifel nicht. Sie folgte einer Intuition, sie hörte auf ihr Herz, war auch nicht zum geringen Teil von kindlicher Neugier getrieben. Eine Neugier, die Alice nicht fremd sein sollte dem Anspruch nach. Aber sie stand etwas neben sich, wenn sie eine solche Neugier entwickelte und sah sich zugleich über sich selbst schmunzeln. Und sie war sich nicht einmal so sicher, ob sie sich über diese Altersweisheit freuen oder ärgern sollte. Eine gewisse Arroganz konnte man diesem Grinsen nicht absprechen. Sie stiegen aus, verabschiedeten sich vom Fahrer und versicherten ihm, dass sie von hier aus ihren Auftrag ganz gut alleine erfüllen konnten. Es war eindeutig für ihn, dass die Frauen ihn in Rick's Café nicht dabei haben wollten. Aber wahrlich solch einen großen Wert legte er darauf nun selbst nicht. Er war ja nicht nur Fahrer, sondern auch für einige andere diverse Aufgaben verantwortlich. Aber in diesem Fall sah er keinen Handlungsbedarf und war auch nicht sonst beauftragt worden, etwas zu unternehmen. Seine Aufgabe endete damit, dass er Alice und Philomena vor Rick's Café absetzte. Ein Umschlagsplatz der Hoffnung und die Möglichkeit vielleicht in die Neue Welt aufzubrechen, das alte Europa der 40er Jahre hinter sich zu lassen, die Gewalt, die Unterdrückung, die Deportationen von Menschen, die staatlich organisierten Verbrechen, den Krieg. Europa hatte aus dem ersten Weltkrieg nichts gelernt und man durfte allen Ernstes daran zweifeln, ob es aus dem zweiten mehr lernen würde. In Marokkos Casablanca aber, einem französischen Protektorat schien diese politische wie gewalttätige Welt etwas in die Ferne gerückt. Selbst für den amerikaner Richard Blaine schien in seinem Café, das er nach seinem Vornamen „Rick's Café“ genannt hatte, schien in diesem Kleinod eine Ruhestätte entstanden zu sein. Ein charmanter Mann, elegant und weltgewandt, wie man sich Männer damals zurecht idealisierte. Philomena und Alice hatten sicherlich unterschiedlichen Männergeschmack, aber in einem konnten sie sich relativ schnell einig werden. So bezaubernd die Atmosphäre des Cafés war, das sie betraten, worin die Zeit stehen geblieben schien wie in einem Museum, so sicher waren sich die beiden, dass sie Rick alias Richard Blaine, verkörpert von Humphrey Bogart nicht attraktiv finden würden.

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Was würdest du machen wenn du sehen würdest dass ein fremder Junge in dein Vorgarten pinkelt?

Dasselbe wie wenn ein mir bekannter Junge in den Vorgarten pinkeln würde: nix.

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Was heißt Aporie?

Aporie bedeutet eine begriffliche und logische Ausweglosigkeit, eine Sackgasse, aus der man logisch nicht rauskommt. Man steckt fest.
Für mich sehe ich allerdings in einer Herzensentscheidung immer einen Ausweg. Insofern kann ich auch beim Nachdenken entstandene Aporien ganz gut ertragen. Denn, was sagt der Volksmund? 1. kommt es; 2. anders; 3. als man denkt. Und schon hat man sogar einen dialektisch anmutenden Dreischritt, ha, ha

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Was machst du, wenn du an Schlaflosigkeit leidest?

Meistens hat das einen Grund. Irgendetwas in meinem Kopf und in meinem Herzen ist nicht fertig verarbeitet; ich leide dann nicht an Schlaflosigkeit, sondern an dieser Sache. Also mache ich Licht, stehe auf, denke und schreibe darüber. Meistens klärt es sich und ich kann dann wieder gut schlafen. Aber es gibt auch eine Aporie in meinem Leben. Und das ist nun eine echte Herausforderung.

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Braucht Deutschland deiner Meinung nach heutzutage noch Soldaten? Wenn ja, wärst du bereit zu dienen wenn du einberufen werden würdest?

Sam
Fangen wir doch mal mit dem Letzten an: Nein, niemals! Ich habe mich in der Türkei, wo ich laut Staatsbürgerschaft wehrpflichtig gewesen wäre in jungen Jahren, um den kriegsdienst gedrückt; ich lebte in Deutschland und konnte trotz Zweifel und Fragwürdigkeiten in Familie und Verwandtenkreis mich einbürgern lassen, ohne einige Formalitäten zu erfüllen und erfüllen zu müssen - dazu gehörte die Entlassung aus der türkischen Staatsbürgerschaft nach geleistetem Kriegsdienst. Ich leistete ihn nicht, weigerte mich, in die Türkei zu reisen, wo ich seit über dreißig Jahren auch nicht mehr gewesen bin, verzichtete auf die Teilnahme an den Beerdigungen meiner Mutter und später meines Vaters und blieb im sicheren hiesigen Land. Ich wurde in der Türkei polizeilich gesucht und irgendwann zwangsausgebürgert.
Ich würde auch in Deutschland und in keinem Staat der Welt Kriegsdienst leisten, weil Kriege staatlich organisierte Verbrechen an der Menschlichkeit und an Menschen sind. Wer im 21. Jahrhundert immer noch nicht begriffen hat, dass Kriege niemals gerecht sein und zu irgendeinem menschlichen Ziel führen können, ist in meinen Augen in diesem Punkt grenzdebil, asozial und unmenschlich. Er leidet unter totalem Realitätsverlust, weil er wahrscheinlich den Kriegsapparat nie gesehen oder tatsächlich nie reflektiert hat.
Für mich ist der Militarismus eine der schwerwiegenden Themen, die mich an menschlicher Vernunft und Aufklärung am meisten zweifeln lassen. Humanismus, Aufklärung, Demokratie, Freiheit sind hohle Begriffe, leere Phrasen, solange ein Staat ein Militär unterhält.

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Was sagst du dazu, dass die Partei "Grüne" Kondome verbieten will, weil sie die Umwelt belasten?

Sie sollte, wenn das überhaupt stimmt, besser Kriege und Panzer und all den Mist zu Luft, Wasser und Erde verbieten, den Individuelverkehr in der Mobilität modernisieren anstatt sich auf den Geschlechtsverkehr einzulassen.
Ein bißchen erinnert mich das jetzt an die 80er Jahre: «Jute statt Plastik».
Natürlich eher Satire als Politik.

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Um welche Uhrzeit gehst du normalerweise schlafen?

Was ist denn so interessant daran, wann ich "normalerweise" schlafen gehe?

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Ab und zu gibt es ja von mir philosophische Videos der etwas seltsamen und anderen Art: Man könnte auch sagen: «Youtube aus der Tonne des Diogenes» ha, ha. RADIO VERRÜCKTER URI

Uri Bülbül
„Radio Verrückter Uri“ ist ein auf die Idee eines Diogenes von Sinope zurückgreifender philosophischer Diskurs, der sich jenseits der universitären Philosophie und auch neben dem mehr oder minder populistischen, etablierten philosophischen Diskurs eines Philosophischen Quartetts oder vergleichbaren medialen Erscheinungsweisen der Philosophie bewegt. Es geht nicht darum zu fragen, welchen Sinn hat Philosophie heute, sondern um die Frage: welchen subversiven und revolutionären Sinn hat die Philosophie? Und wenn wir nach Sinn fragen, fragen wir nach weit mehr als einem rein operationalen Zweck. Der Rückzug in die Tonne gleich einem Diogenes ist zugleich ein Angriff auf das Establishment! Wer einfach nur brav vor sich hin rationalisieren möchte, möge bitte, seine Zeit nicht mit diesen Videos verschwenden, sondern Kant, Hegel und den Rest des deutschen Idealismus nachbeten oder mit gewichtiger Miene die englischen empiristen oder französischen Aufklärer studieren. «Radio Verrückter Uri» zeigt einen Irren, der nach der subversiven Kraft des Gedanklichen sucht. Vielleicht ist nicht jeder Gedankengang zielführend, aber auch nicht jeder Gedankengang eine Sackgasse. Uri sucht die Sprengkraft einer zündenden Idee.
Wenn Antonin Artaud so etwas wie den Begriff des «Theaters der Grausamkeit» geprägt hat, wobei es darum ging, hinter den Worten und Symbolen einmal das Leben, das wirkliche direkte und ehrliche unvermittelte Leben zu berühren, was bei ihm in dem Aufschrei in der Psychiatrie mündet: «Lasst mich in Ruhe scheißen!» - will Radio Verrückter Uri die braven scholastisierenden Logiken und Vernünfteleien verlassend, eine Philosophie der Grausamkeit prägen, „grausam“ in dem Sinne, wie Büchners Danton in seinem Rededuell gegen Robespierre sagt: «Und das Laster. Es gibt nur Epikureer, und zwar grobe und feine, Christus war der feinste; das ist der einzige Unterschied, den ich zwischen den Menschen herausbringen kann. Jeder handelt seiner Natur gemäß, d. h. er tut, was ihm wohltut. - Nicht wahr, Unbestechlicher, es ist grausam, dir die Absätze so von den Schuhen zu treten?» Es sind die Schuhe, die Stelzen der Moral, des begrifflichen Moralisierens und Rationalisierens - während es bei Epikur und Nietzsche eine Philosophie Jenseits von Gut und Böse gibt, eine Philosophie des Lebens und Lebenlassens, während Robespierre auf Danton antwortet: «Danton, das Laster ist zu gewissen Zeiten Hochverrat.» Ja, ja...
Folge 1:
https://youtu.be/UQWOqJRbSYY
Folge 2:
https://youtu.be/oYGYXpMcJXs
Folge 3:
https://youtu.be/6RrckwCoWoE
Folge 4:
https://youtu.be/MzxXzcZ8XN8
Folge 5:
https://youtu.be/qJez-RndXoM
Das Verrücktsein macht die Welt vielleicht schöner als das Normale. Lasst uns nach dem Schönen im Leben suchen *-*

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Kann das kleine Wolfi vielleicht bitte Timido heißen? Weil timido heißt schüchtern auf deutsch und deshalb wär er dann quasi ein schüchterner Werwolf, der zu schüchtern ist zum böse sein und deshalb wäre er halt lieb. :3 Und ich finde Timido schön als Name.

Brokkoli-Käse-Delfin-Basti
Das kleine Wolfi hat es dir wirklich angetan, nicht wahr? Du musst nur bedenken, dass es im Moment auf dem Arm des Gärtners und Hausmeisters Frank Norbert Stein auf einem ganz ungewissen Weg ist. Ich habe deine Wünsche bezüglich des Wolfes erhalten und registriert. Es bleibt im Moment aber spannend um das Wolfsbaby. Was hat es nur mit ihm auf sich? Und was für eine Gefahr sieht Norbert in ihm? In den nächsten Folgen wird einiges an den Tag kommen, lass Dich überraschen, lieber Basti.
Aber Deine Frage kann ich hier schon sofort beantworten: von mir aus kann das kleine Wolfi auch Timido heißen. Wer aber wird ihm diesen Namen geben in der Gesichte? Du? Im Moment bist Du noch als Delphin unterwegs und zur Zeit noch bei den Seeräubern.
Was machen eigentlich deine Bilder, die du malen wolltest?

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Hast du schon mal mit deiner Zunge an einem Eiszapfen festgeklebt?

Natürlich nicht. Ich komme ja nicht aus Ice-Age :)

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Welche Information versteckt sich hinter dem Aussehen eines Menschen?

Jede Menge Informationen, wenn man bedenkt, dass auch falsche Informationen Informationen sind :)

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Wozu gehört der Fisch von Geschichten-Teil 343? Also ist der neu oder kam der schon mal irgendwann drin vor?

Der Schimmerfisch ist dem Text von Philomena als Antwort auf meine "Summertime"-Frage entsprungen: «Give me summertime feeling: https://ask.fm/Klugdiarrhoe/answers/143508900281 Wo bleibt der springende Fisch? Und wie breitest du deine Schwingen aus?»
Darauf schrieb Philomena den Summertime-Text, der in die SOKRATES-Folge 333 eingeflossen ist:
https://ask.fm/Klugdiarrhoe/answers/144690515385
Diese Thematik der Liebe, der Freiheit, der Möglichkeiten der Liebe und der gefährlichen Kehrseiten der Liebe ist in der Geschichte bei Alice (Pseudonym) und Philomena angesiedelt, aber auch bei dem Brutalokommissar Alfred Ross auf seiner Reise in der absoluten Finsternis der Black Box - wenn das mal nicht eine Metapher ist. Die Liebesthematik begleitet aus einiger Distanz auch Nadia @iwillslaughteryou1 auch wenn man schon ganz genau lesen und deuten muss, um zu erkennen, worin bei Nadia die Liebesthematik steckt. Das wird im Laufe des Romans noch deutlicher werden. Im Moment sind es nur zarte Andeutungen. Um den Schimmerfisch besser zu verstehen sind die letzten drei Folgen (343-345) wichtig. Gerade 345 deutet ja an, dass Liebe nicht in Pech und Schwefel ersticken muss und sich frei machen kann von allen Konventionen und Wesenszuschreibungen, um ganz neue Wege zu gehen. Aber wie sagt es Philomena so treffend und schön? «Und nur für Wesen die das Kind in sich erhalten konnten war sichtbar, dass dieses Mädchen Flügel hatte. Oben am Himmel kreiste der berüchtigte Stutzer ohne Namen...» Was für ein genialer Ansatz und was für eine schöne Formulierung. Ich werde sie in dem Roman noch häufiger zitieren, variieren und würdigen. Diese Methode des Schreibens ist dem Jazz entlehnt, der freien Improvisation: Jemand gibt etwas vor und die anderen Instrumentalisten greifen es als Thema auf und variieren und geben weitere Interpretationen zurück. Ich würde mir so sehr wünschen, dass auch Philomena sich auf dieses jazzliterarische Spiel einlässt. Zur Zeit aber sind ihre Accounts hier deaktiviert und ich höre auch sonst nichts von ihr.

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Freust du dich schon genau so wenig wie ich auf morgen?

Was ist mit deinem Morgen? Warum freust du dich nicht? Ich freue mich auf jeden neuen Tag, denn man weiß nie ganz genau, was er bringt. Wenn wir die Offenheit des Lebens erkennen und dass es eigentlich keine letztendlich perfekt fertig vorgezeichnete Zukunft gibt, wenn wir erkennen, dass Zukunft immer auch Freiheit und Möglichkeit bedeutet, kann das Leben anfangen richtig Spaß zu machen.

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Waren die Leute böse auf dich, als du ihre Weihnachtsbaumkugel kaputt gemacht hast?

Aber nein, keinesfalls. Ich war erschrocken und es war mir sehr peinlich am so feierlich geschmückten schönen Baum etwas kaputt gemacht zu haben. Die Leute trösteten mich, das passiere schon mal. Es sei nicht so schlimm. Ich konnte ja auch den Wert einer solchen Kugel nicht einschätzen - vielleicht hatte ich etwas furchtbar Teures kaputt gemacht. Aber auch meine Eltern beruhigten mich.

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Was ist der Unterschied zwischen Liebe auf den ersten Blick und Lust?

Die Lust kehrt immer wieder und geht nicht verloren, solange die Liebe anhält.
Der erste Blick ist der erste Blick und kommt nie wieder. Wenn es bei diesem Blick funkt, dann ist es Liebe auf den ersten Blick. Daran kann man immer zurückdenken, aber es wird mit derselben Person keinen ersten Blick mehr geben.

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Würdest du mit jemandem zusammen kommen den du nicht liebst?

Ich habe es vor etwa 20 Jahren mehrmals probiert und praktiziert. Aus einem ziemlich lieblosen Verhältnis ist sogar ein Kind entstanden. Das Fazit ist für mich: Nein, ich will es nicht wieder lieblos haben und ich kann es aus meiner Erfahrung auch niemandem empfehlen, aber letztendlich muss jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen machen und vielleicht kommen andere ja zu anderen Ergebnissen und Schlüssen. Ich aber, ich würde ohne Liebe mit niemandem zusammenkommen wollen.

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Hey, ich habe einen Lauf!!! Soll ich mich etwa bremsen? Lieber schicke ich die Folge 345 des SOKRATES-Romans in die Welt hinaus, wo Philomenas Mamagei Fridolin, der Schimmerfisch und der fliegende Elefant zu neuen Dimensionen finden *-*

Uri Bülbül
Hier lernt man also über sich hinauszuwachsen, auch wenn ich nicht weiß, wozu das gut sein soll und wohin es mich führen wird, ich will es doch versuchen. Die Saturiertheit im Gartenteich war womöglich nicht die Gunst, die Gott einem erweisen wollte, wenn er doch seine Geschöpfe in die Welt hinausschickte, während die Trägen, zu Hause lagen, und nicht vom Morgenrot erquickt wurden. Sie wussten nur vom Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot. So hatte der Schimmerfisch das romantische Liedchen immer und immer wieder gehört und sich seine eigenen Gedanken dazu gemacht. Was ist schon die Natur, die man für die eigene hält? Und für unabänderbar? Was der Charakter – dieser sogenannte, der das Wesentliche an einem selbst ausmachen soll und immer dann als „wahrer Charakter“ zum Vorschein kommt, wenn man nicht die Erwartungen der anderen erfüllt und die einem daraus einen moralischen Strick zu drehen versuchen? Jeder kennt doch die Redeweise: „Ich habe dich für so und so und so gehalten, nun aber erkenne ich 'deinen wahren Charakter' – ich bin so enttäuscht vor dir!“ So hatte der Schimmerfisch bunt schillernd im Teich schwimmend und ab und an blitzschnell erschrocken von Schatten flüchtend, die von oben sich auf der Wasseroberfläche bildeten, die philosophischen Überlegungen gehört, und begriffen, dass Begriffe wie „Charakter“, „Wesen“, „Wahrheit“ als Kampfbegriffe gegen die Freiheit der Individuen eingesetzt werden konnten. Nur weil Fische die Kulturtechniken der Menschen nicht beherrschen, wie Lesen und Schreiben und keine Reden halten können, meinen die Menschen, sie seien niedere Wesen ohne oder nur mit geringer Intelligenz und könnten einfach zu Tausenden und Abertausenden in Netzen gefangen und zu panierten Stäbchen verarbeitet werden. «Give me summertime feeling:» hatte Uri Bülbül an Philomena geschrieben und sie auf eine Antwort von sich aufmerksam gemacht. Und Philomena hatte geantwortet: «Lieber Uri, vielen Dank für deine Worte … » und erzählte ihm ihre Summertime-Geschichte mit Mamagei Fridolin, dem Schimmerfisch, dem Elefanten, der gefangen tanzen musste auf Marktplätzen, bis Fridolin und Schimmerfisch ihn von seinen Ketten befreiten und er sofort als Dank von dieser Freundschaft beflügelt seine Ohren ausbreitete wie Flügel. Und Philomena schrieb: «Auch Elefant konnte fliegen, aber nur wenn er fröhlich war. Und das war er nun...keine Ketten mehr...Freiheit. Die 3 machten an vielen Orten Rast. Manchmal verging selbst Fridolin das Plappern, zu unschön waren manche Beobachtungen. Und so suchten Fridolin, Schimmerfisch und Elefant die Nähe von den Kindern. Immer waren sie Willkommen. Sie trafen auch große Kinder...die kannte Schimmerfisch noch aus dem Garten...da bei Uri Bülbül.» Was für eine große Ehre war das für Uri Bülbül, dass Philomena dies über ihn und seinen Garten schrieb. Auch seinem SOKRATES-Avatar Uri Nachtigall gedachte er einen Garten anzudichten, so wie er einen besaß.

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Ah, danke, ich sollte echt mal daran denken, den Roman zu lesen :(

Nadia
So viel ich weiß, liest du gerne und alles Mögliche. Und insofern wäre es theoretisch auch möglich, dass du den SOKRATES-Roman liest, in dem du ja eine nicht unerhebliche Nebenrolle hast und durchaus eine gewisse Inspiration durch dich sich in der Geschichte wiederfindet.
Ich würde mich natürlich darüber sehr freuen, wenn du den Roman liest und mir Rückmeldung gibst. Aber das war nie die Voraussetzung dafür, dass ich mich von Dir und Deinen Antworten inspirieren lasse und dir eine Rolle in SOKRATES gebe. Ich finde deine Rolle darin ja gewissermaßen magisch und sehr spannend.
Und hier findest du bereits drei Bände des Romans, wenn du sie als Buch kaufen möchtest:
https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Uri+B%C3%BClb%C3%BCl&cont_id=1089209
Herzliche Grüße

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Würdest du lieber dein ganzes Geld und deine Wertsachen, anstatt alle Fotos verlieren, die du jemals geschossen hast?

Geld ist Geld; ich horte es nicht, habe nicht viel davon, nur das Nötigste. Und trifft einen ein großes Unglück und Elend wie Siechtum oder ähnliches, haben die Reichen die besseren Pflegekräfte, aber ob dadurch das Leben schöner wird, darf bezweifelt werden.
Der Name "Wertsachen" ist schon an sich wertend. Wenn mir die Fotos, die doch mit Erinnerungen und interessanten Momenten verbunden sind mehr bedeuten, gehören die Fotos zu meinen Wertsachen und Erinnerungsschätzen. Gemeinhin versteht man ja unter "Wertsachen" Geld, Schmuck, Portemonnaie, Handy. Aber Wertsachen können doch auch Erinnerungsstücke sein: ein brief mit einem Baumblatt darin und einer Feder von einem Spaziergang, der einem sehr viel bedeutet hat oder ähnliches.
All die Dinge haben eigentlich nur den Wert, den man ihnen beimisst.

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... die nicht wahr sind."

Vanity
Philomena und @Gehirn_Zelle unterwegs - SOKRATES Folge 344:
Wünsche, die in philosophischen Gartenteichen von Gesprächen inspiriert einen bunten Schimmerfisch umtreiben konnten. Solche Wünsche entstanden, eine Mamagei hieß Fridolin und nicht etwa Frida und ein tanzender Elefant musste befreit werden, der zur Belustigung der gaffenden Menge auf einem Marktplatz vorgeführt wurde. Und der Schimmerfisch dachte: «So können die Menschen also auch sein», doch dachte er dies bei sich und nicht laut und nicht so, dass Fridolin mit ihrer Papageienmütterlichkeit es hören konnte, denn sie war damit beschäftigt, von Zeit zu Zeit, dem Schimmerfisch einen Schwall Wasser aus der sich ewig füllenden Gießkanne zu spritzen, damit er auch seinem Fischwesen gerecht leben konnte und nicht an der Luft kläglich einging. So viel Fürsorge wurde dem Schimmerfisch zuteil, der seinen Gartenteich verließ, um Gottes rechte Gunst zu empfangen, denn so hatte er es gehört: Wem Gott rechte Gunst erweisen wolle, den schicke er in die Welt hinaus. Und mit Fridolins Hilfe und Försorge war es für den Schimmerfisch möglich geworden, den Teich zu verlassen und einen Zwischenstopp auf dem Marktplatz einzulegen. So also konnten die Menschen auch sein. Sie begafften und beklatschen einen gefangenen tanzenden Elefanten, dem man das Tanzen nicht musikalisch beigebracht hatte, weil die Musik in ihm eine Resonanz der Bewegung hervorrief, sondern unter Schmerzen, in dem man ihm an seinen Beinen zu einer bestimmten Musik rhythmisch Schmerzen mit einem Elektroschockgerät zufügte. Menschen nannten es „Dressur“ und Fridolin konnte eine Menge darüber erzählen – eine so große Menge, dass der Schimmerfisch den Schmerz schier nicht aushielt. Und wie traurig der Elefant die beiden anblickte! Nicht auszuhalten war es. Und der Schimmerfisch schrie wie er in seinem Leben nicht geschrien hatte und gar nicht wusste, dass er überhaupt einen Ton von sich geben konnte. Denn eigentlich sind Fische sprichwörtlich stumm und dadurch verschwiegen für Menschenohren. Dem Schimmerfisch aber entrang sich ein Schrei und Fridolin wusste nur zu genau, dass Zeit für Taten war und dem Redeschwall ein handelndes Schweigen folgen musste, was für Papageien ebenso wesensfremd war wie Schreien oder Sprechen für Fische. Als der Elefant endlich eine Pause machen durfte und dafür in einem dunklen Verschlag angekettet wurde, schlichen Fridolin und Schimmerfisch zu ihm. Die Mamagei machte sich ans Werk und rasch war der Elefant von seinen Ketten befreit. Die Natur hat uns Grenzen gesetzt, damit wir sie überwinden in Liebe, hatte der Schimmerfisch im Teich des Philosophengartens gehört und wie er so seine Kreise zog zwischen Algen und Wasserpest, Larven und Eier aß von Insekten, ließ er sich dies durch den Kopf gehen, was es wohl bedeuten mochte, die Grenzen der Natur zu überwinden. Nur die Liebe kann dir helfen über dich hinauszuwachsen. Was ist das hier nur für ein Garten? fragte er sich, Tubifex und Mückenlarven verschlingend.

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Mich würden deine Gedanken dazu interessieren: "Welch töricht Ding die Liebe ist,« sagte der Student als er davon ging. »Sie ist nicht halb so brauchbar wie die Logik, da sich mit ihr nichts beweisen läßt und sie erzählt immer von Dingen, die niemals geschehen werden, sie läßt einen Dinge glauben...

Vanity
Ich widme Dir und Deiner Frage in zwei Teilen zwei SOKRATES Folgen. Hier FOLGE 343:
Der Fisch schimmerte in den Farben des Regenbogens. Ihm war nach Fliegen. Sprung aus dem Wasser hoch hoch empor der Sonne entgegen, dem blauen Himmel, den ein zwei weißen schäumigen Wölkchen, mal testen, wie sie schmecken. In ihm jauchzte und jubelte es. Was konnte es Schöneres geben als das Leben und all die Liebe in diesem Leben, die möglich war und doch unmöglich schien, wie aus dem Nichts tauchte sie auf, wie er gleich aus dem Wasser, schimmerte und glitzerte, bezauberte und verwunderte. Und blieb immer unbegreiflich und ungreifbar schön. Wer sie sah und sich an ihr entzückte, wollte sie berühren und dann richtig anfassen, zupacken und festhalten. Aber so war die Liebe nicht. Sie passte nicht in eine Faust. Das wusste Philomena genauso gut wie Alice. Aber daran muss man doch nicht verzweifeln, sagte sich Philomena und Alice @Gehirn_Zelle richtete ihre scharfen Augen und ihren scharfsinnigen Verstand auf den Liebesfisch wie ein Angelhaken. Greifen war das falsche Instrument. Nur Indianer und Trapper in Filmen konnten mit bloßen Händen Fische fangen. Und Bären natürlich, aber sie hatten auch ganz andere Möglichkeiten mit ihren Reflexen und Tatzen. Eine Gießkanne müsste man haben und eine Mamagei als Freundin und dann könnte man in die Welt hinaus, in die weite weite Welt. So dachte der Fisch aus dem philosophischen Gartenteich. «Aber wenn einem doch die Brust so eng wird, ganz eng, weil die Liebe, die wundervolle erfüllte und schöne, die traumhafte und schillernde Liebe, die Schmetterlinge singen lässt, dass man die Schaumküsse der Wolken vernaschen möchte, wenn also diese wundervolle Liebe zugleich mit ihrer Kehrseite janusköpfig Angst und Eifersucht mit sich bringt, was sich schwarz ins Herz einschleicht wie zähfließender Straßenteer, klebrig und fest, dass man ihn nie mehr loswird, ein Asphalt der Einsamkeit und Bosheit in der Brust, wenn also dieses Gift sich ins liebende Herz ergießt, wie soll man dann je wieder einen freien Atemzug machen können? Einen einzigen freien Atemzug. Gerade noch jubelierend der Duft der Liebe leicht und schimmernd und schillernd und schöner als ein Regenbogen, erstickt nun plötzlich alles in Pech und Schwefel.» Dies hatte der Fisch gehört. Er lauschte im Teich des Philosophen in seinem philosophischen Garten den Gesprächen und dachte sich seinen eigenen Teil dabei. Ein bunter Vogel musste als Freund dabei sein, eine sich immer wieder füllende Gießkanne und schon konnte man sich auf die Reise machen, dachte der Fisch, die Liebe zu suchen, die janusköpfige mit Regenbogen und Pech und Schwefel. Damit er nicht verendet, begleitete ihn die fröhlich plappernde Mamagei 'Fridolin', die eine Gießkanne bei sich trug, die sich immer wieder mit Wasser füllte. Und so traf den Schimmerfisch von Zeit zu Zeit ein Schwall Wasser inkl. vieler Worte. So also gingen Wünsche in Erfüllung.
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*Philomena-Variationen <3

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Wenn du jetzt die chance hättest eine Person neben die liegen zu haben, welche Person würdest du wählen?

Eine ganz bestimmte und besondere.

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Ist es zulässig in Notwehr, einen Unschuldigen zu töten?

Simona
Wenn es echte Notwehr und kein politisches Geschwätz von Notwehr und Terrorbekämpfung, dann wehrt man sich gegen einen tatsächlichen Angreifer. Und wer angreift, kann so unschuldig nicht sein, aber auch bei der Abwehr dieses Angriffs ist die Verhältnismäßigkeit zu wahren.
Aber immer auch im Persönlichen steht für die Frage im Raum: wie kommt man in eine Situation, in der Notwehr notwendig ist? Provoziert man sie nicht auch ein bißchen selbst? Oder riskiert man nicht zu viel, so dass die Situation der Notwehr heraufbeschworen wird?
Völlig indiskutabel finde ich den politischen Akt des Militarismus, der sich als Notwehr und Terrorabwehr ausgibt. Denn Politik heißt u.a. Situationen und Kontexte bewusst gestalten. Da sind militärische Auseinandersetzungen immer zu vermeiden.

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